Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Sachsen am 15. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Große Teile des Landes sind von moderater bis schwerer Trockenheit betroffen, während der Süden und Südwesten in Bereichen noch normale bis ungewöhnlich trockene Bedingungen aufweisen.

Im Norden und in der Mitte Sachsens dominiert die Klasse der schweren Dürre (rot) flächig das Bild. Der Osten zeigt ebenfalls überwiegend rote Bereiche, teilweise mit Flecken moderater Dürre (orange). Im Süden und Südwesten prägen hellgelbe bis orange Töne das Bild – hier liegen ungewöhnlich trockene und moderat trockene Bedingungen vor. Kleinere grünlich gefärbte Flächen deuten auf regional noch normale Bodenfeuchte hin, sind aber die Ausnahme.
Die UFZ-Karte zeigt ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Bodens bis 1,80 Meter Tiefe. Dieser Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. Die Wetterdaten der vergangenen sieben Tage zeigen für Sachsen Niederschlagsmangel (0 mm Durchschnitt) bei Durchschnittstemperaturen von 21°C und Spitzenwerten bis 29,1°C. Diese anhaltend warmen und trockenen Bedingungen verschärfen die bereits vorhandene Bodentrocknung.
Für die nächsten drei Tage werden nur geringe Niederschläge von etwa 0,8 mm erwartet, bei Höchsttemperaturen um 23,5°C. Diese Menge reicht nicht aus, um die Bodenfeuchte in tieferen Schichten wesentlich zu verbessern.
Die schwere Trockenheit in Nordsachsen und im Osten des Landes hat Auswirkungen auf Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Der Wasserspeicher in größeren Bodentiefen ist angespannt. Eine Beobachtung der weiteren Niederschlagsentwicklung bleibt notwendig, um zu klären, ob sich die Lage in den kommenden Wochen entspannt.
Die Daten stammen vom UFZ-Duerremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung), das die Karten wöchentlich aktualisiert. Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen finden Sie hier.
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