Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: Osten und Südosten trocken, Westen stabiler

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Mecklenburg-Vorpommern zum 10. August 2026 ein differenziertes Bild: Während der Westen und Nordwesten des Landes überwiegend hellgelb gefärbt sind und damit „ungewöhnlich trocken“ klassifiziert werden, dominieren im Osten und Südosten orange bis rote Färbungen. Der Südosten weist verbreitet „moderate Dürre“ (orange) und stellenweise „schwere Dürre“ (rot) auf. Im äußersten Norden sind dunkelrote Flecken sichtbar. Kleinflächig treten auch grüne bis blaue Bereiche auf, die normale bis feuchte Bodenbedingungen anzeigen. Die Karte ist ein 14-Tage-Gleitendes Mittel und wird wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Osten deutlich trockener als Westen

Die räumliche Verteilung ist markant: Der Westen und die Küstenregion im Nordwesten zeigen überwiegend hellgelb („ungewöhnlich trocken“). Die Regionen um Berlin-Brandenburg angrenzend und der östliche Landesteil hingegen sind stärker betroffen – hier dominieren orange Töne mit eingelagerten roten Flecken, die auf „moderate“ bis „schwere Dürre“ hindeuten. Der äußerste Nordosten verzeichnet dunkelrote Areale, was auf „extreme Dürre“ deutet, allerdings nur sehr kleinflächig. Blaugrüne Bereiche, die auf ausreichende Bodenfeuchte hinweisen, sind in diesem Kartenbild nur sporadisch vorhanden.

Kaum Niederschlag, Wärme nimmt zu

Die aktuellen Wetterdaten verschärfen die Situation des Gesamtbodens. In den letzten sieben Tagen fielen durchschnittlich nur 4,2 mm Niederschlag – eine Menge, die für eine Regeneration des Bodenwassers in 1,8 m Tiefe völlig unzureichend ist. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen Woche lag bei 19,2 °C mit Spitzenwerten bis 30,7 °C. Für die kommenden drei Tage prognostiziert der Wetterbericht keinen Niederschlag und Höchsttemperaturen um 31 °C. Der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge – die aktuellen trockenen Bedingungen wirken sich daher verzögert, aber nachhaltig aus.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserspeicher

Die „moderate Dürre“ im Südosten und die verbreitete „ungewöhnliche Trockenheit“ im Westen erfordern Aufmerksamkeit. Böden im Zustand der moderaten Dürre zeigen deutlich reduzierte Wasserspeicherung, was Auswirkungen auf Feldfrüchte und Grünland hat. Die Grundwasserneubildung verlangsamt sich. Allerdings liegt die Region – mit Ausnahme kleinflächiger dunkelroter Zonen im Nordosten – noch nicht im Bereich der extremen oder außergewöhnlichen Dürre. Fortgesetzte Trockenheit würde allerdings zu einer Verschärfung führen. Die kommenden Niederschläge werden entscheidend sein, um eine weitere Austrocknung des Gesamtbodens zu verhindern.

Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.