Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: Osten und Süden trocken, Norden stabil

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 28. Juli 2026 zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während große Teile des Nordens und Nordwestens noch grün oder hellgelb gefärbt sind, dominieren im Osten und in der Süd-Mitte moderate bis schwere Trockenheitsklassen. Das 14-Tage-gleitende Mittel wird wöchentlich vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Osten und Süd-Mitte in moderater bis schwerer Trockenheit

Die Karte zeigt deutliche regionale Unterschiede. Der Nordwesten und die Küstenregion bleiben überwiegend in der Klasse „hellgelb“ (ungewöhnlich trocken) oder bereits grün. Die Südmitte und der Osten des Landes sind dagegen stärker betroffen: Hier dominiert orange (moderate Dürre), in mehreren Flächenausschnitten besonders im südöstlichen Raum zeigt sich rote Färbung (schwere Dürre). Der äußerste Nordosten und Teile des Ostens weisen sogar dunkelrot gefärbte Bereiche auf (extreme Dürre), allerdings in kleineren, nicht flächendeckenden Abschnitten.

Schwache Niederschläge und Hitze verschärfen Trockentrend

Die Wetterlage verschärft die Situation kurzfristig zusätzlich. In den vergangenen sieben Tagen fielen im Durchschnitt nur 15,6 Millimeter Regen – eine unterdurchschnittliche Menge. Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag prognostiziert, während die Höchsttemperaturen auf 35,1 Grad Celsius ansteigen. Diese Kombination aus Trockenheit und Hitze führt zu erhöhter Verdunstung. Da die UFZ-Karte den Gesamtboden abbildet, reagiert dieser träge auf kurzfristige Niederschlagsschwankungen – die aktuell trockene Periode wird sich daher nur verzögert in den tieferen Bodenschichten bemerkbar machen.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft

In den Regionen mit moderater bis schwerer Dürre (orange bis rot) können Auswirkungen auf Feldfrüchte und Wasserspeicherung erwartet werden. Besonders die roten Zonen im südöstlichen Raum zeigen spürbare Trockenheit an, die Pflanzen- und Wasserwirtschaft unter Druck setzt. Die grünen und hellgelben Zonen im Nordwesten profitieren derzeit von besserer Wasserspeicherung. Weitere Niederschläge in den kommenden Tagen würden die Situation entschärfen; deren Ausbleiben wird die Trockenheit in den kommenden zwei Wochen weiter verfestigen.

Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.