Die Woche vom 10. bis 16. August 2026 forderte in Bayern mehrere Menschenleben: Tödliche Verkehrsunfälle, ein Hausbrand mit einem toten Kind und zwei Tötungsdelikte beschäftigten Polizei und Ermittler bayernweit. Dazu kamen Messerangriffe, ein Sprengstoffverdacht am Bahnhof und ein Großschlag gegen den Drogenhandel.
Drei Frauen sterben bei Frontalzusammenstoß auf der B 470
Den schwersten Einzelunfall der Woche verzeichnete die Polizei am Sonntag, 9. August 2026, in Dietersheim im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim. Gegen 21:30 Uhr fuhr ein 36-jähriger Deutscher mit seinem Mercedes auf der B 470 von Neustadt a.d. Aisch in Richtung Bad Windsheim und geriet auf die Gegenfahrspur, wo er frontal mit einem entgegenkommenden Opel zusammenstieß. Die drei Insassinnen des Opel — eine 73-jährige Fahrerin sowie zwei 69-jährige Mitfahrerinnen, alle deutsch — kamen noch am Unfallort ums Leben. Der Mercedes-Fahrer stand nach Angaben der Polizei unter Alkoholeinfluss. Mehr dazu
Vierjähriges Kind stirbt bei Hausbrand in Bodenmais
In Bodenmais im Landkreis Regen ist am Freitag, 14. August 2026, ein vierjähriges Kind bei einem Wohnhausbrand ums Leben gekommen. Das Feuer brach gegen 22:35 Uhr in einem Mehrfamilienhaus aus. Alle übrigen Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen. Das Kind konnte von der Feuerwehr nur noch leblos aus dem Gebäude geborgen werden. Das Wohnhaus ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, die bislang ungeklärt ist. Mehr dazu
Tötungsdelikt in Obersendling: 22-Jähriger festgenommen
Am Donnerstag, 13. August 2026, wurde in einer Unterkunft für Wohnungslose in der Boschetsrieder Straße 151 in München-Obersendling ein 55-jähriger iranischer Bewohner leblos in seinem Zimmer aufgefunden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb er noch vor Ort. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren ihm schwere Verletzungen zugefügt worden. Im Mittelpunkt stand ein Tötungsdelikt in Obersendling, bei dem ein 55-jähriger iranischer Bewohner einer Unterkunft für Wohnungslose starb. Das Kommissariat 11 (Mordkommission) übernahm die Ermittlungen. Gegen 19:50 Uhr konnte ein 22-jähriger Deutscher am Hauptbahnhof durch Beamte der Bundespolizei festgenommen werden, der ebenfalls Bewohner der Unterkunft war. Die Mordkommission ermittelt weiter zu Hergang und Hintergründen der Tat. Mehr dazu
Zweifaches Tötungsdelikt in Augsburger Asylunterkunft
In der vergangenen Woche stand die Augsburger Polizei vor mehreren schwerwiegenden Fällen. Im Mittelpunkt standen ein zweifaches Tötungsdelikt in einer Asylunterkunft, ein Angriff auf Polizeikräfte sowie eine Serie von Verkehrsdelikten und Betrügereien. Der schwerste Vorfall ereignete sich am Montag, den 3. August 2026, in einer dezentralen Asylunterkunft in der Inninger Straße in Haunstetten-Siebrunn: Die Polizei fand dort gegen 16:00 Uhr zwei Leichen in einem zur Unterkunft gehörenden Müllcontainer — einen 54-jährigen irakischen und einen 39-jährigen syrischen Staatsangehörigen. Ein 29-jähriger Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit, ebenfalls Bewohner der Unterkunft, steht unter Verdacht, beide getötet zu haben. Er wurde später bei Fahndungsmaßnahmen festgenommen. Dabei kamen auch Polizeihunde, Gerichtsmediziner und die Spurensicherung zum Einsatz. Die übrigen Bewohner wurden durch die Stadt Augsburg in andere Unterkünfte verlegt. Mehr dazu
Tödlicher Frontalzusammenstoß auf der B2 bei Pleinfeld
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B2 bei Pleinfeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist am Freitag, 14. August 2026, ein 38-jähriger Autofahrer ums Leben gekommen. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt. Kurz vor 11:30 Uhr fuhr eine 79-jährige Fahrerin eines Hyundai Santa Fe in Richtung Weißenburg, als ihr Fahrzeug auf Höhe des Gemeindeteils Mischelbach in den Gegenverkehr geriet und frontal mit einem entgegenkommenden, mit drei Personen besetzten VW Passat zusammenprallte. Der 38-jährige Fahrer des Passat erlag trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die 43-jährige Beifahrerin und ein fünfjähriger Junge aus dem Passat kamen per Rettungshubschrauber schwer verletzt in Krankenhäuser. Die 79-jährige Fahrerin des Hyundai wurde nach einer ersten Versorgung an der Unfallstelle ebenfalls per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Mehr dazu
Motorradfahrer stirbt auf der Roßfeld-Panoramastraße
Am Samstag, 15. August 2026, verunglückte ein 26-jähriger Motorradfahrer aus München auf der Roßfeld-Panoramastraße (B999) bei Berchtesgaden tödlich. Gegen 16:35 Uhr kam er auf der Scheitelstrecke Richtung Mautstelle Süd nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Holzzaun. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Zeugen leisteten sofort erste Hilfe, konnten ihm jedoch nicht mehr helfen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ordnete ein unfallanalytisches Gutachten an. Mehr dazu
Angriff auf Polizeibeamte mit Messer in München
Am Freitag, 14. August 2026, gegen 21:00 Uhr, wollten Polizeibeamte der Dienststelle 23 einen 30-jährigen Senegalesen ohne festen Wohnsitz in der Valeppstraße kontrollieren. Der Mann versuchte zu fliehen, konnte aber von einem Beamten gestellt werden. Dann zog er ein Messer und ging mit erhobener Hand auf den Polizisten zu. Der Beamte drohte unter Vorhalt seiner Dienstwaffe mit Schusswaffengebrauch. Nach mehrfacher Aufforderung legte der 30-Jährige das Messer ab. Bei der anschließenden Festnahme wehrte er sich. Das Messer wurde beschlagnahmt. Er kam zur Polizeiverwahrstelle München. Mehr dazu
Angriff auf Polizeikräfte am Königsplatz Augsburg
Am Montagabend, den 10. August 2026, geriet eine 48-jährige Russin am Königsplatz in Augsburg in einen Streit. Sie störte daraufhin die Maßnahmen der herbeigerufenen Polizeikräfte erheblich und griff diese an. In der vergangenen Woche stand die Augsburger Polizei vor mehreren schwerwiegenden Fällen, darunter dieser Angriff auf Polizeikräfte sowie ein zweifaches Tötungsdelikt in einer Asylunterkunft. Mehr dazu
Sprengstoffverdacht am Bahnhof Treuchtlingen
Ein verdächtiger Gegenstand löste am Donnerstag, 13. August 2026, einen umfangreichen Polizeieinsatz in Treuchtlingen aus. Gegen 08:30 Uhr entdeckte ein Techniker der Bahn den Gegenstand im Gleisbereich südlich des Bahnhofs. Polizeikräfte stuften ihn nach einer Sichtprüfung als sprengstoffverdächtig ein. Der Zugverkehr auf der Strecke wurde vollständig eingestellt, anliegende Wohnhäuser in der Alten Burgstraße wurden geräumt — elf Personen verließen vorübergehend ihre Wohnungen. Nach der Auswertung des zweiten Röntgenbildes gaben die Beamten der Bundespolizei in den Mittagsstunden Entwarnung: Der aufgefundene Gegenstand enthielt keinen Sprengstoff. Der Bahnverkehr konnte um kurz nach 14:30 Uhr wieder freigegeben werden. Mehr dazu
Brandstiftungen in Kaldorf: Verdächtiger in Haft
Nach drei Bränden in Kaldorf (Gemeinde Titting, Landkreis Eichstätt) nahm die Kriminalpolizei Ingolstadt am 10. August 2026 einen 57-jährigen Deutschen fest. Zwischen 5:30 Uhr und etwa 6:30 Uhr meldeten Anwohner drei Brände südlich des Orts: Ein Holzstoß, eine Flurgrotte und ein wegbegleitender Grünstreifen gerieten in Flammen. Der Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Die Ermittler werfen dem Mann vor, die Feuer absichtlich gelegt zu haben. Mehr dazu
Kirchenbrand in München
In München kam es in der vergangenen Woche zudem zu einem Brand in einer Kirche. Das Feuer richtete einen Sachschaden im sechsstelligen Bereich an; um Teile des Dachstuhls zu entfernen, war ein Kran notwendig. Verletzt wurde niemand. Das Kommissariat 13 ermittelt. Mehr dazu
Schussgeräusche bei Schwenningen — Ermittlungen dauern an
Am 11. August 2026 gegen 22:45 Uhr beobachteten Zeugen bei Schwenningen im Bereich des Wasserkraftwerks ein Fahrzeug ohne eingeschaltete Scheinwerfer, das in hohem Tempo vorbeifuhr. Kurz darauf waren mehrere Schüsse zu hören. Polizeikräfte rückten mit zahlreichen Kräften an und konnten unweit des Kraftwerks zwei verdächtige Personen mit zwei Fahrzeugen feststellen und kontrollieren. Beide standen offenbar unter Betäubungsmitteleinfluss; bei beiden wurde eine kleine Menge Amphetamin aufgefunden und sichergestellt. Eine Schusswaffe wurde nicht aufgefunden; die Ermittlungen zu den Schussgeräuschen dauern noch an. Der 35-Jährige und der 38-Jährige besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Mehr dazu
Streit in Senden: 30-Jähriger verletzt Nachbarn erheblich und spuckt Beamtin an
In Senden kam es am Abend des 13. August 2026 in einem Mehrfamilienhaus zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Ein 30-jähriger Pole verletzte dabei einen 38-jährigen Mann erheblich. Die Polizei fahndete nach dem geflüchteten Angreifer und setzte dabei starke Kräfte sowie einen Hubschrauber ein. Im Stadtgebiet Senden wurde der 30-Jährige gestellt. Bei seiner Festnahme wehrte er sich und spuckte einer Beamtin ins Gesicht. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ermittelt. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In München bedrohte am Sonntag, 9. August 2026, gegen 00:05 Uhr ein Mann in einer U-Bahn der Linie U2 Mitfahrgäste mit einem Messer, schrie sie an, gestikulierte mit der Waffe in ihre Richtung und stach auf eine Fensterscheibe ein. Die Polizei wurde alarmiert und konnte den Mann stoppen. Mehr dazu — Am Freitag, 14. August 2026, zog ein 30-jähriger Mann in München-Valeppstraße bei einer Polizeikontrolle ein Messer und ging mit erhobener Hand auf einen Beamten zu; der Beamte drohte unter Vorhalt seiner Dienstwaffe mit Schusswaffengebrauch, woraufhin der Mann die Waffe ablegte. Mehr dazu — Am Mittwoch, 12. August 2026, gegen 3:54 Uhr, wurde ein 40-jähriger Fußgänger am Leonhardsberg in Augsburg von einem unbekannten Täter mit einer Glasflasche auf den Kopf geschlagen und erlitt eine Platzwunde am Hinterkopf. Der Täter ist etwa 20 Jahre alt mit dunklen Haaren; die Polizei fahndet nach ihm. Mehr dazu
Diese Woche fällt eine ungewöhnliche Häufung tödlicher Verkehrsunfälle auf: Allein zwischen dem 9. und 15. August 2026 kamen in Bayern bei drei separaten Unfällen insgesamt fünf Menschen ums Leben — drei Frauen auf der B 470 bei Dietersheim, ein Mann auf der B2 bei Pleinfeld und ein Motorradfahrer auf der Roßfeld-Panoramastraße. In allen drei Fällen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft zu den genauen Ursachen; beim Unfall auf der B 470 steht Alkohol am Steuer im Raum.
Einen Ermittlungserfolg im Kampf gegen den Drogenhandel verzeichnete die Kriminalpolizei Mühldorf: Bei einem gezielten Zugriff am 11. August 2026 im Landkreis Mühldorf am Inn wurden fünf Männer im Alter zwischen 27 und 61 Jahren festgenommen, die unter dringendem Verdacht stehen, illegal mit Kokain in großer Menge gehandelt zu haben. Bei Durchsuchungen stellten die Ermittler über 600 Gramm Kokain, 170 Gramm Cannabis und 10 Gramm Crystal sicher, dazu Bargeld. Die Verdächtigen stammen aus den Landkreisen Mühldorf am Inn und Traunstein. Mehr dazu