Die Woche vom 10.08. bis 16.08.2026 brachte für Berlin mehrere schwere Gewaltdelikte, einen tödlichen Verkehrsunfall und einen Hochhausbrand mit 13 Verletzten. Die schwersten Vorfälle verteilten sich über das gesamte Stadtgebiet – von Baumschulenweg über Kreuzberg bis nach Pankow.
Der schwerste Einzelvorfall ereignete sich in Baumschulenweg: Ein 45-Jähriger griff am Abend des 19. November an der Neuen Krugallee zwei Männer aus einer Freundesgruppe mit einem Messer an. Der 48-Jährige war schwer verletzt: Er hatte Stichverletzungen im Oberkörper erlitten und schwebte in Lebensgefahr. Eingetroffene Polizisten stabilisierten ihn mit Notmaßnahmen. Der 45-jährige Freund erlitt eine Verletzung des Oberarmes. Ein Rettungsdienst brachte beide ins Krankenhaus, wo der 48-Jährige notoperiert werden musste. Die Polizei lokalisierte den 45-jährigen Verdächtigen im Ortsteil Niederschöneweide; ein Spezialeinsatzkommando nahm ihn fest. Mehr dazu
Ebenfalls in Baumschulenweg ereignete sich kurz nach 21 Uhr in einer Bar in der Eschenbachstraße eine Schießerei: Ein 40-Jähriger schoss mehrfach auf einen gleichaltrigen Mann und flüchtete anschließend. Das Opfer wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht; weitere Personen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Sie ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin, insbesondere zu den Hintergründen der Tat. Mehr dazu
In Berlin-Mitte hat ein 37-Jähriger einen 43-jährigen Mann brutal attackiert. Zwei Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) beobachteten die Tat am 14. Oktober gegen 14:40 Uhr auf dem Europaplatz und griffen ein. Der Angreifer trat mehrfach auf den auf dem Boden liegenden Mann ein und verletzte ihn dabei schwer. Die beiden BVG-Mitarbeiter hielten den 37-Jährigen bis zum Eintreffen von Bundespolizisten fest. Rettungskräfte brachten das Opfer mit erheblichen Schädelverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Festgenommene kam in Polizeigewahrsam und wurde anschließend an die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 2 (West) überstellt. Mehr dazu
Am Morgen des 14. August 2026 brach in einem 18-geschossigen Wohnhochhaus an der Straße der Pariser Kommune in Friedrichshain ein Feuer aus, das 13 Menschen leicht verletzte und einen Großeinsatz der Berliner Feuerwehr auslöste. Eine Einsatzkraft wurde bei der Personenrettung verletzt und in ein Krankenhaus transportiert. Die Wohnung im 11. Obergeschoss brannte beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits vollständig, Flammen schlugen aus mehreren Fenstern. Das Feuer griff auf die darüberliegende Wohnung im 12. Obergeschoss über; beide Wohnungen brannten zeitweise vollständig aus. Von insgesamt 115 Betroffenen brachten die Einsatzkräfte 25 Personen in Sicherheit. Mehr dazu
In Kreuzberg wurde in der Nacht zum Mittwoch eine Bar in der Wiener Straße Ziel eines Brandanschlags. Ein maskierter Mann warf gegen 23:30 Uhr einen Wurfbrandsatz in das Lokal. Das Projektil schlug auf dem Boden auf und fing Feuer. Ein 22-jähriger Mitarbeiter des Lokals konnte die Flammen noch vor dem Eintreffen der Berliner Feuerwehr löschen; der Arbeitgeber und die anwesenden Gäste wurden nicht verletzt. Der Angreifer flüchtete in unbekannte Richtung. Das Fachkommissariat für Branddelikte des Landeskriminalamtes Berlin hat die Ermittlungen übernommen. Mehr dazu
Einen tödlichen Ausgang nahm ein Verkehrsunfall in Berlin-Pankow am 14. August: Ein 25-jähriger Transporter-Fahrer missachtete gegen 14:50 Uhr an der Kreuzung Neumannstraße/Arnold-Zweig-Straße das Vorfahrtzeichen und kollidierte mit dem Roller eines 61-Jährigen. Der Rollerfahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen; Rettungskräfte begannen noch am Unfallort mit Reanimationsmaßnahmen. Im Krankenhaus erlag er kurze Zeit später seinen Verletzungen. Seine 15-jährige Mitfahrerin wurde ebenfalls verletzt und zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Mehr dazu
Am Bahnhof Berlin-Südkreuz nahm die Bundespolizei an einem Samstagnachmittag eine 49-jährige Frau fest, nachdem sie einen Reisenden unvermittelt mit der Hand ins Gesicht geschlagen haben soll. Bei der Kontrolle zeigte sich die Frau sofort aggressiv, bespuckte eine Bundespolizistin und beleidigte die Beamtinnen und Beamten fortwährend. Sie versuchte außerdem, einen Polizisten mit einem Flaschenverschluss zu bewerfen, und sperrte sich aktiv gegen die Mitnahme zur Dienststelle. Ein Haftrichter ordnete anschließend Untersuchungshaft an. Mehr dazu
In Weißensee ist in der Nacht zum Mittwoch ein 24-Jähriger durch einen Messerangriff erheblich verletzt worden. Nach Angaben der Berliner Polizei trafen der Mann und seine beiden Begleiter (20 und 21 Jahre alt) gegen 22:15 Uhr am Eingang des Parks am Weißensee auf mehrere junge Männer, die sie flüchtig kannten. Nach einem ersten Gespräch gerieten die beiden Kleingruppen in Streit. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung zog ein 22-Jähriger ein Messer und stach dem 24-Jährigen damit in den Rücken. Der Angreifer und seine Begleiter flüchteten in Richtung Berliner Allee. Rettungskräfte brachten den Verletzten ins Krankenhaus; nach bisherigem Kenntnisstand bestand keine Lebensgefahr. Mehr dazu
In Neukölln-Rudow kam es am Abend des 12. August gegen 18:40 Uhr im Glockenblumenweg zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 52-Jährigen und einem 38-Jährigen. Im Verlauf des Streits soll der ältere Mann dem jüngeren mit einem Messer in den Oberkörper gestochen haben. Der Verletzte wurde nach Erstversorgung vor Ort ins Krankenhaus gebracht; Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Der 52-Jährige wurde noch am Tatort festgenommen – eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von etwa 3,7 Promille. Mehr dazu
Ein 32-Jähriger ist am Müggelsee in Friedrichshagen schwer verletzt worden, als er in die rotierende Schiffsschraube eines Mietfloßes geriet. Der Unfall ereignete sich am Dienstag gegen 16 Uhr an der Einmündung der Müggelspree in Höhe der Josef-Nawrocki-Straße. Während die Gruppe auf dem Floß ein zusätzliches Gummiboot aufblies, stürzten zwei Männer ins Wasser; der 30-jährige Begleiter konnte sich festhalten, dem 32-Jährigen aber nicht rechtzeitig helfen. Der Schiffsführer versuchte das Floß zu stoppen, doch der 32-Jährige geriet noch in die Schraube und erlitt schwere Verletzungen. Mehr dazu
In Spandau wurde am 12. August gegen 21:50 Uhr ein 25-jähriger Essensauslieferer im Georg-Ramin-Grünzug überfallen. Zwei unbekannte Männer sprachen ihn an, rissen ihn vom E-Bike und brachten ihn zu Boden. Die Angreifer sprühten ihm Reizgas ins Gesicht, forderten Bargeld, durchsuchten seine Hosentaschen und schlugen ihn mit der Faust ins Gesicht. Der Lieferfahrer erlitt starke Augenreizungen und wurde ambulant behandelt. Das Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) ermittelt. Mehr dazu
In Neukölln nahm die Polizei am 12. August drei mutmaßliche Wohnungseinbrecher im Alter von 25, 34 und 35 Jahren auf frischer Tat fest. Die Männer sollen am Vormittag in eine Wohnung an der Fritz-Erler-Allee in Gropiusstadt eingebrochen sein und Schmuck sowie Münzen gestohlen haben, bevor sie kurz darauf in eine zweite Wohnung an der Johannisthaler Chaussee einbrachen. Polizisten entdeckten das Trio gegen 13:50 Uhr auf einem nahegelegenen Parkplatz. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In Kreuzberg ist ein Mitarbeiter eines Spätkaufs mit einer Schusswaffe bedroht und beraubt worden. Ein bislang unbekannter Mann betrat das Geschäft an der Zossener Straße gegen 22:40 Uhr. Er richtete eine Schusswaffe auf den 30-jährigen Mitarbeiter und forderte Bargeld und Zigaretten. Der Angestellte händigte dem Täter daraufhin Geld und mehrere Zigarettenpackungen aus. Anschließend verließ der Mann das Geschäft und flüchtete mit einem Pkw. Der Mitarbeiter blieb unverletzt; Beamte sicherten Video- und Tonaufnahmen. Mehr dazu — In Berlin-Pankow haben mehrere Schüsse in der Nacht zum Donnerstag eine Lokalscheibe durchschlagen. Eine Zeugin hörte gegen 1:30 Uhr laute Geräusche in der Pradelstraße und verständigte die Polizei. Die alarmierten Polizisten fanden an einer Lokalität in der Wollankstraße mehrere Patronenhülsen sowie deutliche Beschädigungen an einer Scheibe. Über mögliche Hintergründe liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Mehr dazu — Bei der Schießerei in der Eschenbachstraße in Baumschulenweg schoss ein 40-Jähriger auf einen gleichaltrigen Mann – Mehr dazu. Beim Messerangriff in Baumschulenweg an der Neuen Krugallee wurden zwei Männer teils schwer verletzt – Mehr dazu. In Weißensee stach ein 22-Jähriger einem 24-Jährigen in den Rücken – Mehr dazu. In Rudow stach ein 52-Jähriger einem 38-Jährigen in den Oberkörper – Mehr dazu. An der Rathausbrücke in Mitte setzte ein 16-Jähriger bei einer Jugendschlägerei ein Werkzeugmesser ein und verletzte einen 17-Jährigen an der Schulter – Mehr dazu.
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Messerdelikten: Allein fünf der gemeldeten Gewalttaten wurden mit Messern begangen, verteilt auf Baumschulenweg, Weißensee, Rudow und Mitte. Dazu kamen zwei Schusswaffenvorfälle sowie ein Brandanschlag auf eine Gaststätte – ein breites Spektrum schwerer Gewaltdelikte innerhalb weniger Tage.
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