Die Woche vom 11.05.–17.05.2026 brachte für die baden-württembergische Polizei schwere Gewalttaten und mehrere Todesfälle. Im Mittelpunkt standen ein Todesfall in Oberhausen-Rheinhausen mit zwei Opfern, eine Schießerei in Weil am Rhein sowie umfangreiche Drogenfunde bei einem 17-Jährigen in Spaichingen.
In Oberhausen-Rheinhausen entdeckte eine Zeugin am Dienstagmorgen gegen 8:45 Uhr zwei Menschen tot in einer Wohnung in der Beethovenstraße. Bei den Verstorbenen handelt es sich ersten Erkenntnissen zufolge um eine 61-jährige Frau und ihren 41-jährigen Sohn. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei liegen Hinweise auf einen gewaltsamen Tod vor. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen derzeit nicht davon aus, dass Dritte an der Tat beteiligt waren. Das Amtsgericht Karlsruhe hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Obduktion der Verstorbenen angeordnet. Mehr dazu
Ein 44-jähriger Mann ist am Dienstagabend vor einem Café in der Hauptstraße in Weil am Rhein durch einen Schuss schwer verletzt worden. Der Angriff ereignete sich gegen 21:30 Uhr. Nach dem Schuss flüchteten der unbekannte Schütze und eine weitere männliche Person auf einem E-Scooter. Eine großangelegte Fahndung mit Unterstützung der Bundespolizei und des Zolls blieb erfolglos. Das schwer verletzte Opfer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Mehr dazu
Eine Personenkontrolle am Bahnhof Spaichingen führte in der Nacht zum Samstag zur Sicherstellung von mehreren Kilogramm Cannabis und LSD. Polizisten des Polizeireviers Spaichingen kontrollierten gegen 3:30 Uhr eine Personengruppe am Bahnhof. Bei einem 17-Jährigen fanden sie eine kleine Menge Haschisch und Marihuana sowie ein verbotenes Einhandmesser. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten etwa vier Kilogramm Marihuana, zwei Kilogramm Haschisch sowie fünf Cannabispflanzen sicher. Zusätzlich beschlagnahmten sie eine kleine Menge LSD. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen Drogenhandels ermittelt, auch seine Eltern sind in die Ermittlungen einbezogen. Mehr dazu
In Kehl nahmen Beamte der Bundespolizei am 18. Mai einen 57-jährigen palästinensischen Staatsangehörigen fest, der mit internationalem Haftbefehl wegen versuchten Mordes gesucht wurde. Die Festnahme erfolgte an der Tram D Haltestelle beim Bahnhof. Der Mann wurde von den österreichischen Behörden gesucht. Noch am selben Tag wurde er dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich nun im Gefängnis, wo er auf seine Auslieferung nach Österreich wartet. Mehr dazu
In Ravensburg ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei gegen einen 30-Jährigen wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung nach dem Brand in einem Barbershop in der Karlstraße Anfang April. Der Mann sitzt seit dem 13. Mai in Untersuchungshaft. Nach den bisherigen Erkenntnissen stammt der Verdächtige aus dem Umfeld des Geschäftsbetriebs und war unmittelbar nach der Tat geflüchtet. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Am Samstagabend gegen 21:15 Uhr nahm die Polizei in Lahr einen 40-jährigen Mann in Gewahrsam, der zuvor einen anderen Mann mit einem Messer bedroht hatte. Der Vorfall ereignete sich im Bereich eines Spielplatzes in der Ludwig-Auerbach-Straße. Mehr dazu In Stuttgart attackierte ein 23-jähriger Deutscher am Montagabend einen Stadtbahnfahrer mit einem spitzen Gegenstand und verletzte ihn, nachdem er zuvor selbst mit Pfefferspray angegriffen worden war. Mehr dazu Nach den Polizeischüssen auf einen bewaffneten Mann in Walldorf am 12. Mai haben Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt die Bodycam-Aufnahmen ausgewertet, die zeigen, dass die Polizisten über einen längeren Zeitraum vergeblich versucht hatten, den Mann zu überzeugen, das Messer wegzulegen, bevor drei Polizisten auf ihn schossen. Mehr dazu