Das war die Blaulicht-Woche in Berlin: 21.09.–27.09.2026

(Symbolbild)

Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 21. und 27. September 2026 beschäftigten die Berliner Polizei mehrere schwere Raubdelikte mit Schusswaffen, eine Großrazzia gegen illegalen Waffenhandel sowie ein tödlich verlaufener Hotelbrand in Kreuzberg. Die schwersten Vorfälle reichten von einem angeschossenen 17-Jährigen in Steglitz bis hin zu einer mutmaßlichen Drogenbande, der fast drei Kilogramm Kokain und eine scharfe Schusswaffe abgenommen wurden.

Tödlicher Brand im Pflegeheim Kreuzberg
Der schwerwiegendste Vorfall der Woche reicht ins Wochenende davor: Nach einem schweren Brand in einem Seniorenpflegewohnheim in der Waldemarstraße in Kreuzberg ist ein 74-jähriger Bewohner gestorben. Der Mann war bei dem Feuer schwer verletzt worden und musste reanimiert werden. Er verstarb am 20. September nachmittags in einem Krankenhaus. Polizei und Feuerwehr waren am Vormittag des 19. September zu der Einrichtung alarmiert worden. In einem Zimmer stand ein 61-jähriger Bewohner in Flammen. Insgesamt 27 Personen wurden aus dem Gebäude evakuiert, zwei davon erlitten schwere Verletzungen, 25 weitere wurden leicht verletzt oder wegen ihrer Pflegebedürftigkeit in Krankenhäuser gebracht. Mehr dazu

17-Jähriger in Steglitz angeschossen – Mordkommission ermittelt
In der Nacht zum Dienstag fanden Polizistinnen und Polizisten in der Düppelstraße in Steglitz einen 17-Jährigen mit Schussverletzungen am Oberkörper auf dem Gehweg. Anwohner hatten zuvor mehrfach Schussgeräusche gehört und die Polizei alarmiert. Rettungskräfte brachten den Jugendlichen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Dort musste er notoperiert werden. Nach der Operation gab es Entwarnung: Nach ärztlicher Aussage besteht keine Lebensgefahr mehr. Die 8. Mordkommission des Landeskriminalamts und die Staatsanwaltschaft Berlin ermitteln nun wegen versuchten Totschlags. Die Polizei sucht Zeugen, denen etwas Verdächtiges aufgefallen ist. Mehr dazu

Mutmaßliche Drogenbande in Friedrichshain zerschlagen
Am Freitagabend beobachteten Beamte der 13. und 14. Einsatzhundertschaft gegen 21:10 Uhr in der Jessnerstraße in Friedrichshain eine mutmaßliche Drogenübergabe. Bei der Überprüfung einer 31-Jährigen stellten die Beamten augenscheinlich Kokain sicher, bei einem 21-Jährigen einen vierstelligen Bargeldbetrag und einen Autoschlüssel. Mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss öffneten die Beamten das Fahrzeug und fanden Kokain in einem versteckten Fach sowie mehrere Smartphones. Anschließend wurde auch die Wohnung des 21-Jährigen durchsucht. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten rund 2,7 Kilogramm Kokain, rund 900 Gramm Ecstasy sowie MDMA, Ketamin und Haschisch. Außerdem sicherten sie eine scharfe Schusswaffe mit Munition, zwei Schutzwestenhüllen mit Polizei-Hoheitsabzeichen, ein Messer, 6.000 Euro Bargeld und umfangreiches Verpackungsmaterial. Die vier Tatverdächtigen wurden für Fingerabdrücke und Fotos festgehalten. Mehr dazu

Großrazzia gegen illegalen Waffenhandel
Am Mittwoch führte die Berliner Polizei im Auftrag der Ermittlungsgruppe Telum der Staatsanwaltschaft Berlin eine großangelegte Razzia durch. In sechs Bezirken vollstreckten die Beamten insgesamt 14 Durchsuchungsbeschlüsse – elf Wohnanschriften, drei Gewerbeobjekte und mehrere Fahrzeuge. Die Ermittlungen richten sich gegen sieben Verdächtige im Alter zwischen 22 und 52 Jahren. Sie sollen seit April diesen Jahres gewerbsmäßig mit halbautomatischen Schusswaffen gehandelt haben. Bei den Durchsuchungen wurden zwei scharfe Schusswaffen mit Munition sichergestellt, außerdem mehrere Mobiltelefone und weitere Datenträger. An der Aktion beteiligten sich über 300 Polizistinnen und Polizisten der Berliner Polizei sowie der Polizei Mecklenburg-Vorpommern. Mehr dazu

Raub im Görlitzer Park: 60-Jähriger mit Messer verletzt
In der Nacht zum Mittwoch wurde ein 60-jähriger Mann gegen 0:30 Uhr im Görlitzer Park in Kreuzberg Opfer eines Raubes. Eine noch unbekannte Frau verletzte ihn mit einem Messer und nahm ihm anschließend Bargeld ab. Der Mann erlitt eine Schnittverletzung im Gesicht und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Täterin flüchtete in unbekannte Richtung. Die Polizei ermittelt wegen schweren Raubes. Mehr dazu

Bewaffneter Raub auf Spätkauf in Wilmersdorf
Gegen 5:45 Uhr betrat ein unbekannter Mann ein Geschäft in der Uhlandstraße in Wilmersdorf und forderte unter Vorhalt einer mutmaßlichen Schusswaffe die Herausgabe von Geld. Der 28-jährige Mitarbeiter nahm Geld aus der Kasse, um es dem Täter zu geben. Dieser entriss ihm das Geld und stieß den Mitarbeiter zu Boden. Bei dem Sturz erlitt der 28-Jährige eine Kopfverletzung und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Täter flüchtete. Die Kriminalpolizei der Direktion 2 (West) ermittelt. Mehr dazu

Schwerer Raub in Spandau: Schusswaffe an den Kopf gehalten
Ebenfalls in dieser Woche kam es zu einem schweren bewaffneten Raub in Spandau. Ein 23-Jähriger hatte sich in einem Hinterhof des Askanierrings zum Kauf mehrerer Handys verabredet. Gegen 12:45 Uhr erschien ein Tatverdächtiger und zeigte ihm rund 30 Handys in einer Sporttasche. Unmittelbar darauf traten vier weitere Tatverdächtige hinzu. Einer von ihnen hielt dem Mann eine augenscheinliche Schusswaffe an den Kopf. Die Gruppe entriss dem 23-Jährigen seine Bauchtasche und sein Handy, bevor sie flohen. Die Polizei ermittelt wegen schweren Raubes und nimmt Hinweise unter 030/4664-112200 oder per E-Mail an berlin-spandau@polizei.berlin.de entgegen. Mehr dazu

Jugendliche überfallen Lokal in Charlottenburg-Nord mit Schusswaffe
Zwei Jugendliche haben ein Lokal an der Goebelstraße in Charlottenburg-Nord überfallen. Sie klingelten an der Eingangstür, ein 60-jähriger Mitarbeiter öffnete. Einer der Jugendlichen lud dann eine Schusswaffe durch und hielt diese in Richtung der anwesenden Personen, während der zweite eine Kasse aus einem Regal griff. Eine 60-jährige Kundin wurde dabei von einem der Täter von einem Stuhl gestoßen, stürzte und erlitt Kopfverletzungen; sie musste stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) hat die Ermittlungen übernommen. Mehr dazu

Straßenraub in Charlottenburg: Pärchen mit Faustschlägen attackiert
Am Stuttgarter Platz in Charlottenburg soll ein 29-Jähriger gegen 11:10 Uhr an ein Pärchen auf einer Parkbank herangetreten sein. Da sie sich nicht mit ihm unterhalten wollten, versuchten sie sich zu entfernen. Daraufhin soll der Mann beide mit Faustschlägen attackiert und den Rucksack des 35-Jährigen entwendet haben. Anschließend flüchtete er. Die 39-Jährige blieb unverletzt, ihr Begleiter erlitt leichte Verletzungen und lehnte eine medizinische Versorgung ab. Polizistinnen und Polizisten wurden auf den Verdächtigen aufmerksam, weil er auffällig in einem Rucksack wühlte und diesen in ein Gebüsch warf. Bei der Durchsuchung fanden sie Personaldokumente beider Geschädigter. Der 29-Jährige wurde festgenommen. Mehr dazu

Schwere Körperverletzung in Hellersdorf
In der Nacht zum Mittwoch eskalierte in der Lyonel-Feininger-Straße in Hellersdorf ein Streit zwischen zwei Männern, die zuvor gemeinsam mit einem Fahrdienst angekommen waren. Gegen 1 Uhr schlug ein 29-Jähriger seinem Kontrahenten ins Gesicht, woraufhin dieser zu Boden stürzte. Anschließend trat der Angreifer dem am Boden liegenden Mann gegen den Kopf, der daraufhin das Bewusstsein verlor. Der Tatverdächtige zog den Verletzten von der Straße auf einen Grünstreifen und kehrte zum wartenden Fahrdienst zurück. Der schwer verletzte 48-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen. Zeugen leisteten bis zum Eintreffen der Polizei Erste Hilfe. Der 29-Jährige wurde in der Nähe festgenommen. Mehr dazu

Angriffe auf Polizisten in Friedrichshain-Kreuzberg
Bei einem Einsatz in Friedrichshain-Kreuzberg kam es zu zwei Angriffen auf Beamte. Gegen 22:30 Uhr beobachteten zivile Polizistinnen und Polizisten am U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof einen bereits polizeibekannten 25-Jährigen, der im Verdacht stand, mit Cannabis zu handeln. Als uniformierte Beamte ihn ansprechen wollten, flüchtete er. Nach seiner Gestellung schlug er einem Polizeibeamten ins Gesicht und wehrte sich heftig bei der Festnahme. Der Beamte wurde leicht verletzt, blieb aber im Dienst. Wenig später wurde ein ziviler Polizeibeamter am Wriezener Bahnhof von einer weiteren Person angegriffen. Mehr dazu

Raubserie im Mauerpark: Jugendliche mit Schlagring bedroht
Im Mauerpark in Prenzlauer Berg haben drei Jugendliche am Abend mehrere Gleichaltrige ausgeraubt. Gegen 20:30 Uhr sprachen sie zunächst einen 16-Jährigen auf der Tribüne an, bedrohten ihn mit einem Schlagring und einem Schlagstock und forderten Bargeld. Als er nicht sofort reagierte, soll einer der Tatverdächtigen ihn am Hals festgehalten haben, woraufhin er Geld aushändigte. Kurz darauf wurden zwei weitere 16-Jährige Opfer der Gruppe. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen, ein dritter blieb zunächst flüchtig. Mehr dazu

Versuchter Raub auf Motorrollerfahrerin in Neukölln
In der Delbrückstraße in Neukölln wurde eine 43-jährige Frau gegen 20:20 Uhr von drei jungen Männern angegriffen. Einer sprühte ihr Pfefferspray ins Gesicht, während die beiden anderen versuchten, ihr den Rollerschlüssel zu entreißen. Die Frau wehrte sich und rief laut um Hilfe, woraufhin die drei flohen. Zwei aufmerksame Zeugen erkannten das Trio kurz darauf in der Nähe wieder und verständigten die Polizei, die alle drei festnahm. Mehr dazu

Schuss auf Wohnungsfenster in Britz
In der Backbergstraße in Berlin-Britz durchschlug ein Projektil das Schlafzimmerfenster einer Wohnung. Die 57-jährige Bewohnerin bemerkte das Einschussloch in ihrer doppelverglasten Scheibe am Morgen. Polizistinnen und Polizisten fanden das Projektil im Zwischenraum zwischen den beiden Glasscheiben und stellten es sicher. Verletzt wurde niemand. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die Ermittlungen übernommen. Die Hintergründe der Schussabgabe sind noch unklar. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Die Woche verzeichnete mehrere Vorfälle, bei denen Tatverdächtige Schusswaffen oder Messer einsetzten. Im Görlitzer Park verletzte eine unbekannte Frau einen 60-Jährigen mit einem Messer und erbeutete Bargeld — Mehr dazu. In Wilmersdorf forderte ein Mann unter Vorhalt einer mutmaßlichen Schusswaffe Geld aus der Kasse eines Spätkaufs und verletzte den 28-jährigen Mitarbeiter beim anschließenden Sturz — Mehr dazu. In einem Hinterhof in Spandau hielt ein Tatverdächtiger einem 23-Jährigen eine augenscheinliche Schusswaffe an den Kopf, bevor die Gruppe Bargeld und Handy raubte — Mehr dazu. In Charlottenburg-Nord lud einer von zwei jugendlichen Tätern bei einem Lokalüberfall eine Schusswaffe durch und richtete sie auf die Anwesenden, wobei eine 60-jährige Kundin zu Boden gestoßen wurde und Kopfverletzungen erlitt — Mehr dazu. In Steglitz wurde ein 17-Jähriger mit einer Schusswaffe am Oberkörper verletzt und musste notoperiert werden — Mehr dazu. Bei der Razzia gegen die mutmaßliche Drogenbande in Friedrichshain sicherten Beamte neben knapp 2,7 Kilogramm Kokain auch eine scharfe Schusswaffe mit Munition — Mehr dazu. Bei der Großrazzia gegen illegalen Waffenhandel wurden zwei scharfe Schusswaffen mit Munition sichergestellt; die Verdächtigen sollen gewerbsmäßig mit halbautomatischen Schusswaffen gehandelt haben — Mehr dazu. In Britz durchschlug ein Projektil unbekannter Herkunft ein Wohnungsfenster — Mehr dazu.

Auffällig in dieser Woche ist die Dichte an Raubdelikten mit Schusswaffen: Mindestens vier voneinander unabhängige Vorfälle – in Wilmersdorf, Spandau, Charlottenburg-Nord und Steglitz – innerhalb weniger Tage, bei denen Täter Schusswaffen gegen Opfer einsetzten oder damit drohten. Dass zeitgleich eine Großrazzia wegen gewerbsmäßigen Waffenhandels mit über 300 beteiligten Beamten stattfand, unterstreicht den Ermittlungsdruck, den die Berliner Polizei derzeit in diesem Bereich ausübt.

Zum Abschluss eine bemerkenswerte Einsatzleistung: Beim 52. BMW Berlin-Marathon erließ die Polizei Berlin für den 26. und 27. September eine Allgemeinverfügung, die das Mitführen von Messern und Schusswaffen entlang zentraler Streckenabschnitte im Bezirk Mitte untersagte. Das Verbot erfasste alle Messertypen sowie Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Bei Verstößen drohte die sofortige Sicherstellung und Vernichtung der Gegenstände. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Berlin erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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