Das war die Blaulicht-Woche in Berlin: 22.06.–28.06.2026

(Symbolbild)

Die Woche vom 22.06. bis 28.06.2026 forderte in Berlin mehrere Todesopfer und zahlreiche Schwerverletzte. Zu den gravierendsten Vorfällen zählten ein tödlicher Motorradunfall in Friedrichsfelde, ein Fußgänger, der in Moabit an seinen Unfallverletzungen starb, ein schwerer Auffahrunfall in Prenzlauer Berg mit einem Toten sowie eine Sprengstoffexplosion in Wedding, die die Ermittlungsgruppe BAO Ferrum auf den Plan rief.

In der Nacht zum Dienstag zündeten unbekannte Täter kurz nach 2 Uhr vor einem Mehrfamilienhaus an der Malplaquetstraße in Wedding ein Explosivmittel. Eine oder mehrere unbekannte Personen haben in der Nacht zum Dienstag eine Sprengstoffexplosion im Stadtteil Wedding ausgelöst. Kurz nach 2 Uhr zündeten sie vor einem Mehrfamilienhaus an der Malplaquetstraße ein Explosivmittel. Die Detonation beschädigte die Hausfassade, die Schaufensterscheibe eines Geschäftes sowie mehrere geparkte Fahrzeuge. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Berliner Polizei hat die Ermittlungen zur Herkunft der mutmaßlich verwendeten Granate der Behördengruppe BAO Ferrum (Beauftragte zur Bekämpfung der Organisierten und Bandenkriminalität) mit Fokus auf Schusswaffenkriminalität übertragen. Diese untersucht mit hoher Intensität die Hintergründe der Tat. Die BAO Ferrum wurde im November 2025 gegründet und bekämpft seitdem Schusswaffenkriminalität im Kontext von Erpressungstaten. In der vergangenen Woche stellte die Einheit insgesamt sechs scharfe Schusswaffen sicher und vollstreckte sechs richterlich erlassene Haftbefehle. Mehr dazu

In der Nacht zum Freitag ist es in Friedrichsfelde zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein älterer Fußgänger ums Leben kam. Gegen 23:10 Uhr war ein 19-jähriger Motorradfahrer auf der Straße Alt-Friedrichsfelde unterwegs und fuhr von der Kreuzung Alt Friedrichsfelde/Am Tierpark/Rhinstraße kommend auf dem linken Fahrstreifen stadtauswärts. Zur gleichen Zeit überquerten zwei Fußgänger – eine 85-jährige Frau und ein bislang unbekannter älterer Mann – die Fahrbahn an einer Fußgängerfurt. Nach bisherigem Ermittlungsstand zeigte die Ampel für die Fußgänger Rot. Es kam zum Zusammenstoß mit beiden Fußgängern; der ältere Mann erlag noch vor Ort seinen Verletzungen, obwohl Rettungskräfte sofort Reanimationsmaßnahmen einleiteten. Mehr dazu

Ein 35-jähriger Fußgänger ist an den Verletzungen gestorben, die er bei einem Verkehrsunfall in Berlin-Moabit erlitten hatte. Der Mann war am Dienstag, 16. Juni 2026, gegen 22.45 Uhr an der Kreuzung An der Putlitzbrücke/Stromstraße von einem Auto erfasst worden und lag seitdem zur stationären Behandlung im Krankenhaus. Nach Videoaufnahmen und bisherigen Erkenntnissen war der 35-Jährige bei Rotlicht und ohne auf den Verkehr zu achten auf die Fahrbahn gelaufen. Der 39-jährige Autofahrer versuchte noch auszuweichen, konnte den Zusammenstoß aber nicht verhindern. Der Fußgänger stürzte zu Boden und wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er notoperiert werden musste. Der Autofahrer und seine schwangere Beifahrerin blieben nach derzeitigem Kenntnisstand unverletzt. Mehr dazu

Am Vormittag eines Wochentages kam es an der Greifswalder Straße Ecke Danziger Straße in Prenzlauer Berg zu einer Kollision zwischen zwei Personenkraftwagen. Infolge der Kollision wurden vier Personen verletzt, zwei davon schwer und zwei leicht. Trotz eingeleiteter Maßnahmen verstarb eine weitere Person noch an der Einsatzstelle. Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung betreuten Beteiligte vor Ort. Mehr dazu

An der Tram-Haltestelle Walther-Nernst-Straße an der Rudower Chaussee in Adlershof wurde eine Fußgängerin von einer einfahrenden Straßenbahn erfasst und eingeklemmt. Dabei wurde die Fußgängerin unter der Straßenbahn eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Gemeinsam mit dem Havariedienst der BVG befreite die Feuerwehr die Frau mithilfe eines mobilen BVG-Krans, der die Straßenbahn anhob. Ein Rettungshubschrauber wurde nachalarmiert, um Blutkonserven an die Unfallstelle zu bringen. Mehr dazu

Ebenfalls tragisch verlief ein Unfall auf der Roedernallee in Reinickendorf. In Reinickendorf ist es zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein einen Monat alter Säugling lebensgefährlich verletzt wurde. Gegen 17:15 Uhr wollte ein 22-jähriger Fahrer mit einem Mietwagen in Höhe der Thyssenstraße wenden und fuhr dafür an den rechten Fahrbahnrand. Dabei stieß er mit einem weiteren Auto zusammen, das ein 32-Jähriger auf dem rechten Fahrstreifen in gleicher Richtung fuhr. Auf der Rückbank des zweiten Fahrzeugs saßen eine 31-jährige Frau mit ihren beiden Kindern – einem dreijährigen Kind und dem Säugling. Alle vier erwachsenen Insassen wurden verletzt und konnten ambulant behandelt werden; das dreijährige Kind erlitt ebenfalls Verletzungen. Den Säugling brachten Rettungskräfte mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik. Mehr dazu

Am 25. Juni geriet an der Krummen Lanke nahe der Onkel-Tom-Straße eine jugendliche Person beim Baden unter Wasser. Passanten fanden sie noch vor Eintreffen der Feuerwehr unter Wasser und brachten sie ans Ufer. Da die Person keine Vitalzeichen zeigte, leiteten Ersthelfer sofort eine Reanimation ein, die die Feuerwehr fortsetzte. Die Jugendliche wurde unter notärztlicher Begleitung in eine Klinik transportiert. Etwa 15 Schülerinnen und Schüler hatten den Unfall beobachtet und standen erkennbar unter dem Eindruck des Erlebten; ein Fahrzeug der Feuerwehr brachte sie in ihre Schule, wo Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung betreuten. Mehr dazu

In Buckow nahm die Polizei in der Nacht zum Dienstag einen mutmaßlichen Einbrecher fest. Der 29-jährige Inhaber eines Mietwagenbetriebes bemerkte gegen 2:30 Uhr Geräusche und Lichtschein in seinen Geschäftsräumen an der Johannisthaler Chaussee, alarmierte die Polizei und sprach den Eindringling an. Der Unbekannte flüchtete durch ein Fenster; Beamte nahmen wenig später einen 43-jährigen Verdächtigen in der Nähe vorläufig fest. Mehr dazu

In Charlottenburg erschoss ein 41-Jähriger mehrere Tauben im Treppenhaus eines Wohnhauses in der Saldernstraße. Zeugen entdeckten die toten Vögel und riefen gegen 19:20 Uhr die Polizei. Mit richterlichem Beschluss durchsuchten Beamte die Wohnung des Mannes und stellten eine zweistellige Anzahl von Druckluftwaffen sowie Magazine, Munition und entsprechende Ausstattung sicher. Gegen den 41-Jährigen wird nun wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Am Mittwochabend meldete eine Bundespolizistin, die sich privat am Bahnhof Tiergarten aufhielt, der Einsatzleitstelle einen verdächtigen Mann. In seinem leicht geöffneten Rucksack trug er augenscheinlich eine Schusswaffe bei sich. Daraufhin alarmierten die Einsatzkräfte und begaben sich zum Bahnhof Zoologischer Garten, wo der Mann gerade die S-Bahn in Richtung Westen betreten hatte. Nach der Einfahrt des Zuges stellten die Beamten den Verdächtigen. Bei der Durchsuchung des 36-jährigen Litauers fanden sie eine Anscheinswaffe sowie zwei griffbereite Messer. Der alkoholisierte Mann wurde nach polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Mehr dazu

Außerdem fahndet die Berliner Polizei nach einem Mann, der an einem Messerangriff am S-Bahnhof Alexanderplatz beteiligt sein soll. Die Behörde hat Aufnahmen aus einer Überwachungskamera veröffentlicht und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Der gesuchte Tatverdächtige soll am Abend des 29. April 2025 kurz vor 22:30 Uhr gemeinsam mit weiteren Personen einen 36-Jährigen vor einem Eingang des S-Bahnhofs angegriffen haben. Nach einem Streit stach er dem Mann mit einem Messer in den Oberschenkel. Beim 36-Jährigen wurde eine Stichverletzung festgestellt, die Beamte notfallmäßig versorgten; er wurde stationär in ein Krankenhaus aufgenommen. Ein 24-Jähriger, der versuchte, den Streit zu beenden, erlitt eine Stichverletzung und eine Gesichtsverletzung. Beide kamen mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus. Hinweise nimmt das Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) entgegen. Mehr dazu

Auffällig ist die Häufung tödlicher und lebensbedrohlicher Verkehrsunfälle innerhalb einer einzigen Woche: In Friedrichsfelde, Moabit, Prenzlauer Berg, Adlershof und Reinickendorf starben oder schwebten Menschen in Lebensgefahr – darunter ein nur einen Monat alter Säugling und eine ältere Fußgängerin. Mehrere dieser Unfälle standen im Zusammenhang mit Rotlichtverstößen oder riskanten Fahrmanövern. Die Häufung verweist auf anhaltende Gefahrensituationen im Berliner Straßen- und Schienenverkehr.

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Berlin erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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