Zeit für eine erste Bilanz der Woche vom 29. Juni bis 5. Juli 2026: Extreme Hitze forderte die Berliner Feuerwehr an einem einzigen Tag mit rund 400 Mehreinsätzen, ein Badeunfall in der Spree endete tödlich, und an mehreren Tagen wurden Menschen bei Verkehrsunfällen und Bränden schwer oder lebensgefährlich verletzt. Am schwersten betroffen war der Freitag, an dem zwischen 06 Uhr und 19 Uhr verschiedene Einsätze im Berliner Stadtgebiet abgearbeitet werden mussten.
Hitzewelle am Sonntag: Toter bei Badeunfall, Vermisster im Langen See
Extreme Hitze von bis zu 39 Grad Celsius hat am Sonntag, 29. Juni, die Berliner Feuerwehr stadtweit stark gefordert. Bis 23 Uhr wurden rund 400 Einsätze mehr als an einem durchschnittlichen Tag registriert. Bei einem Badeunfall in der Spree auf Höhe Oberschöneweide kam eine Person ums Leben; Taucher bargen sie und brachten sie an Land. Im Langen See in Schmöckwitz wurde zudem eine weitere Person vermisst — die Suche mit mehreren Booten und Tauchern musste mit Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden. Der Großteil der Mehreinsätze entfiel auf den Rettungsdienst, wo vor allem ältere Menschen und Kinder mit hitzebedingten Beschwerden wie Schwindel, Erschöpfung und Kreislaufproblemen versorgt wurden. Mehr dazu
Wohnungsbrand in Lichterfelde: Person leblos in Brandwohnung gefunden
Am Donnerstag, 2. Juli, ging um 18:26 Uhr der Notruf zu einem Wohnungsbrand im Lechtaler Weg in Lichterfelde ein. Die Berliner Feuerwehr rettete zwei Personen und drei Hunde über das Treppenhaus ins Freie. Während der Löschmaßnahmen wurde eine Person leblos in der Brandwohnung gefunden. Eine der geretteten Personen erlitt leichte Verletzungen, die andere blieb unverletzt; beide konnten vor Ort verbleiben. Insgesamt waren 17 Fahrzeuge im Einsatz, darunter die Freiwillige Feuerwehr Lichtenrade und die Drehleiter der Feuerwache Marienfelde. Mehr dazu
Schwerer Freitag: Brandeinsätze und Verkehrsunfälle mit lebensgefährlich Verletzten
Am heutigen Freitag ereigneten sich zwischen 06 Uhr und 19 Uhr verschiedene Einsätze im Berliner Stadtgebiet. Dabei wurden mehrere Personen sowohl schwer-, als auch lebensgefährlich verletzt und in Krankenhäuser transportiert. Neben einem Brandeinsatz, waren vor allem Verkehrsunfälle ursächlich für die Verletzungen. Um 06:12 Uhr kam es auf der A 113 in Johannisthal zu einem Unfall zwischen einem PKW und einem LKW, bei dem der PKW unter das Heck des LKW fuhr. Eine Person aus dem PKW wurde dabei schwer verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Durch die Besatzungen der beiden Löschfahrzeuge wurde die Unfallstelle im Anschluss beräumt; die Stelle wurde durch 10 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr abgearbeitet. Um 07:44 Uhr stieß auf der Rudower Chaussee in Adlershof eine Person auf einem Fahrrad mit einer Tram zusammen. Die Person wurde dabei lebensgefährlich verletzt, war aber nicht eingeklemmt. Im weiteren Tagesverlauf kollidierten an der Tangermünder Straße in Hellersdorf ein Motorroller und ein PKW miteinander: 2 Personen sind dabei verletzt worden. Eine Person wurde schwer-, die andere Person leicht verletzt. Beide transportierte der Rettungsdienst in Krankenhäuser. Die Stelle wurde durch 10 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr abgearbeitet. Bei einem Brand erlitt zudem eine Person eine Rauchgasvergiftung und wurde schwer verletzt durch den Rettungsdienst versorgt sowie in ein Krankenhaus transportiert. Mehr dazu
Kellerbrand in Schöneberg, Balkonbrand in Wittenau
Ebenfalls am Freitag rückte die Berliner Feuerwehr zu zahlreichen weiteren Einsätzen aus, bei denen mehrere Personen schwer oder lebensgefährlich verletzt wurden. In der Hauptstraße in Schöneberg brannte gegen 09:27 Uhr der Generator einer Lüftungsanlage im Keller eines fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäudes; 22 Einsatzkräfte mit 6 Fahrzeugen löschten das Feuer und entrauchten das Gebäude. Gegen 13:44 Uhr brannten in der Oranienburger Straße Einrichtungsgegenstände auf dem Balkon eines zweigeschossigen Wohngebäudes. Rauch zog in die Wohnung und das Treppenhaus. Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus transportiert. 34 Einsatzkräfte mit 11 Fahrzeugen waren vor Ort. Die Polizei übernahm anschließend die Brandstelle. Mehr dazu
LKW-Fahrrad-Kollision in Wittenau: Radfahrer lebensgefährlich verletzt
Am Mittwoch, 1. Juli, kam es an der Kreuzung Am Nordgraben / Oranienburger Straße in Wittenau zu einem Zusammenstoß zwischen einem Lastkraftwagen und einem Fahrrad. Eine Person erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst versorgt, bevor ein Notarzt sie mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus begleitete. Eine zweite Person, die unter dem Eindruck des Unfalls stand, betreute die Feuerwehr vor Ort und transportierte sie ebenfalls mit einem Rettungswagen in eine Klinik. Insgesamt waren 32 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen im Einsatz, darunter ein Rettungshubschrauber sowie ein leitender Notarzt. Die Polizei übernahm anschließend die Unfallstelle zur Klärung des Unfallhergangs. Mehr dazu
Doppelhausbrand in Rudow: 78 Kräfte im Einsatz
An der Straße 181 in Rudow standen beide Hälften eines Doppelhauses in Flammen. Das Gebäude brannte bereits vollständig, als die ersten Kräfte eintrafen. Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer mit drei Strahlrohren sowie einer Drehleiter. Auf einem angrenzenden Feld wurde zudem eine rund 50 Quadratmeter große Vegetationsbrandfläche entdeckt und abgelöscht. Insgesamt waren 78 Kräfte vor Ort oder auf der Anfahrt. Der Busverkehr auf der Schönefelder Straße war seit Beginn des Einsatzes unterbrochen. Verletzte wurden nicht gemeldet. Die Brandursache ist Gegenstand der Ermittlungen. Mehr dazu
Vier Fahrzeugbrände am Donnerstag, Recyclingbetrieb in Reinickendorf
Am Donnerstag, 2. Juli, brannten im Berliner Stadtgebiet insgesamt vier Fahrzeuge verschiedener Typen: ein Müllsammelfahrzeug in Lichterfelde, ein PKW in Mariendorf, ein Motorroller in einer Parkanlage an der Wustrower Straße sowie ein in Vollbrand stehender Radlader auf der Pankstraße. Verletzte wurden nicht gemeldet. Außerdem rief ein Recyclingbetrieb an der Montanstraße in Reinickendorf die Feuerwehr zu brennendem Sperrmüll; die Brandfläche betrug rund 120 Quadratmeter. Aufgrund der Rauchentwicklung kam es zu Geruchsbelästigungen in Wittenau, Reinickendorf und Wilhelmsruh. 48 Einsatzkräfte waren vor Ort tätig. Mehr dazu — Mehr zum Brand in Reinickendorf
Bundespolizei weist 15 Georgier an der Grenze zurück
In der Nacht zum Donnerstag, 2. Juli, kontrollierte die Bundespolizei auf der Autobahn 15 in Südbrandenburg gegen 03:30 Uhr einen aus Polen kommenden Reisebus mit türkischen Kennzeichen. Dabei stellte sich heraus, dass ein 24-jähriger Georgier unter ein Einreise- und Aufenthaltsverbot fiel, das das Landesamt für Einwanderung Berlin im Mai 2025 erlassen hatte. Die Bundespolizei überreichte ihm die Verfügung vor Ort, erhob eine Sicherheitsleistung und wies ihn nach Polen zurück. Insgesamt wurden 15 georgische Staatsangehörige zurückgewiesen, die die Einreisevoraussetzungen nicht erfüllten. Mehr dazu
Gasaustritt in Tempelhof: 15 Personen evakuiert
Bei Bauarbeiten in der Ringbahnstraße in Tempelhof wurde eine Hausanschlussleitung beschädigt, wodurch Gas in den Kellerbereich eines Mehrfamilienhauses strömte. Aufgrund erhöhter Gaskonzentration im Keller wurden insgesamt 15 Personen aus drei Hausaufgängen ins Freie geführt. Der Netzbetreiber sicherte die Leitung für eine Reparatur. Verletzt wurde niemand. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei weder Messerattacken noch der Einsatz von Schusswaffen gemeldet.
Auffällig an dieser Woche ist die Häufung schwerer Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrenden sowie die außergewöhnliche Belastung durch die Hitzewelle: Allein am Sonntag verzeichnete die Berliner Feuerwehr rund 400 Mehreinsätze gegenüber einem normalen Tag — eine Belastung, die den Rettungsdienst und die Feuerwehr stadtgebietsweit an ihre Kapazitätsgrenzen brachte. Gleich zwei Radfahrerinnen oder Radfahrer erlitten bei Kollisionen mit Straßenbahn beziehungsweise Lastkraftwagen lebensgefährliche Verletzungen, und ein 14-Jähriger wurde am Sonntag in einer S-Bahn festgenommen, nachdem ein Mitreisender eine im Hosenbund versteckte Softairwaffe bemerkt und die Polizei alarmiert hatte. Mehr dazu
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