Das war die Blaulicht-Woche in Bremen: 28.09.–04.10.2026 (KW 40)

(Symbolbild)

Zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober 2026 beschäftigten zwei Tötungsdelikte sowie mehrere schwere Gewaltverbrechen die Polizei in Bremen und Bremerhaven. Hinzu kamen ein Großeinsatz wegen eines Ammoniak-Austritts im Fischereihafen, Ausschreitungen rund um den Tag der Deutschen Einheit und eine Serie von Betrugsmaschen gegen Senioren.

Der schwerste Vorfall mit Todesfolge ereignete sich in Bremerhaven: Eine 33-jährige Frau ist nach Stichverletzungen gestorben, die ihr ihr 34-jähriger Ehemann bei einem Beziehungsstreit in der Nacht zum 6. September zugefügt hatte. Zeugen alarmierten gegen 4.30 Uhr die Polizei in die Stresemannstraße nahe der Gerhardstraße im Stadtnorden. Die schwer verletzte Frau wurde noch vor Ort vom Rettungsdienst der Feuerwehr Bremerhaven erstversorgt und reanimiert. Trotz einer anschließenden Notoperation erlag sie ihren Verletzungen in einer Bremerhavener Klinik. Der mutmaßliche Täter wurde am Tatort überwältigt und festgenommen; er kam ebenfalls verletzt ins Krankenhaus. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Totschlags. Mehr dazu

Ebenfalls knapp tödlich endete ein Nachbarschaftsstreit in Bremen-Neustadt: Gegen 21.20 Uhr am Donnerstag rückte die Polizei zum Buntentorsteinweg aus. In der dritten Etage des Mehrparteienhauses trafen die Beamten auf einen 29-jährigen Zeugen, der einen schwer verletzten Mann in seine Wohnung gezogen hatte. Der 33-Jährige wies mehrere Schnitt- und Stichverletzungen auf. Die Polizei brachte ihn sofort in ein Klinikum, wo er notoperiert wurde; mittlerweile liegt er auf der Intensivstation. Den mutmaßlichen Angreifer, einen 26-jährigen Hausbewohner, stellte die Polizei in seiner eigenen Wohnung. Auch er trug eine tiefere Schnittwunde am Arm davon und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Ein Zusammenhang zu früheren Gewaltvorfällen in der Bremer Neustadt besteht nach derzeitigem Stand nicht. Mehr dazu

Rund um den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober verliefen die Feierlichkeiten in der Bremer Innenstadt nach Polizeiangaben überwiegend friedlich. In der Nacht zum Samstag sammelten sich jedoch an der Sielwallkreuzung größere Personengruppen, die Einsatzkräfte mit Pyrotechnik, Steinen und Flaschen attackierten. Die Polizei schritt konsequent ein, nahm Tatverdächtige fest und fertigte Strafanzeigen; die Kreuzung wurde geräumt. Ein Polizist wurde durch Pyrotechnik verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen noch. Mehr dazu — sowie den Gesamtüberblick der Polizei zum Feiertags-Einsatz: Mehr dazu

Am Samstag, 3. Oktober, wurde die Feuerwehr Bremerhaven um 11.54 Uhr zu einem Gefahrguteinsatz am Lunedeich im Fischereihafen alarmiert: Aus einem Kühlsystem eines Fischverarbeitungsbetriebs war Ammoniak ausgetreten. Passanten hatten zunächst einen stechenden Geruch wahrgenommen; Messungen ergaben positive Gaskonzentrationen auch in der näheren Umgebung. Insgesamt waren neun Personen durch den Gefahrstoffaustritt betroffen. Die Feuerwehr legte einen Absperrbereich fest, die Polizei sperrte die Straßenführung in beide Richtungen; die Bevölkerung wurde über ein Meldesystem der Integrierten Regionalleitstelle aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Mehr dazu

Am Donnerstag, 1. Oktober, wurde ein 49-Jähriger in Bremen-Findorff auf dem Nachhauseweg von zwei unbekannten Männern überfallen. Einer der Täter schlug das Opfer mit der Faust nieder, gleichzeitig setzten beide Reizgas ein. Der Mann verlor das Bewusstsein; die Angreifer stahlen Bargeld, Personaldokumente, ein Smartphone und Fahrzeugschlüssel. Anschließend flüchteten sie von der Münchener Straße in unbekannte Richtung. Die Polizei ermittelt wegen schweren Raubs und bittet Zeugen, sich zu melden. Mehr dazu

Am Mittwoch, 30. September, gegen 19.30 Uhr artete am Hauptbahnhof Bremerhaven ein verbaler Streit zwischen Jugendlichen in eine körperliche Attacke aus. Ein 18-Jähriger, der auf einen Bus wartete, wurde von einer Gruppe aus drei jungen Männern angegriffen: Einer griff ihn von hinten an, die anderen schlugen und traten auf ihn ein. Dabei wurde er durch die Scheibe eines Bushäuschens geschubst, die dabei zu Bruch ging. Die Angreifer flüchteten in unterschiedliche Richtungen; bei Eintreffen der Polizei waren sie nicht mehr vor Ort. Mehr dazu

In der Nacht zum Freitag, 2. Oktober, randalierte ein 63-jähriger Mann in einer Bar an der Woltmershauser Straße in Bremen-Woltmershausen. Er forderte ein Getränk, das die Barfrau kurz vor Schließung ablehnte — daraufhin zog er eine Machete, schlug damit dreimal auf den Tresen und bedrohte die Mitarbeiterin. Anschließend flüchtete er. Die alarmierten Polizisten fanden vor der Bar Patronenhülsen und eine Schusswaffe; an der Hauswand des Lokals entdeckten sie Einschusslöcher. Ob er für die Schussabgabe und die Einschusslöcher verantwortlich ist, wird noch ermittelt. Der 63-Jährige konnte schnell als Tatverdächtiger identifiziert werden. Mehr dazu

Am Sonntagabend setzte die Polizei Bremen in der Friedrich-Ebert-Straße in der Neustadt einen Taser gegen einen 21-Jährigen ein, der mit einem Messer unterwegs war und sich selbst verletzen wollte. Der psychisch auffällige Mann schrie laut, fuchtelte mit dem Messer und rannte auf die Beamten zu, nachdem Versuche der Verhandlungsgruppe, Kontakt herzustellen, gescheitert waren. Spezialkräfte setzten den Taser erfolgreich ein; niemand wurde verletzt. Der Mann wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Mehr dazu

Am Donnerstag, 1. Oktober, nutzten Betrüger innerhalb weniger Stunden gleich dreimal den sogenannten Falscher-Polizist-Trick sowie verwandte Maschen gegen Senioren im Bremer Stadtgebiet. Gegen 7.30 Uhr verschaffte sich ein Mann unter einem Vorwand Zutritt zur Wohnung einer 82-Jährigen und entwendete Bargeld. Gegen 21 Uhr rief ein Unbekannter eine 89-jährige Frau an, gab sich als Polizeibeamter aus und brachte sie dazu, Goldschmuck im Wert von etwa 15.000 Euro an der Wohnungstür zu übergeben. Ein dritter Fall folgte noch am selben Abend. Die Polizei warnt ausdrücklich vor diesen Maschen. Mehr dazu

In der Nacht zum Dienstag brachen Unbekannte in ein Tabakgeschäft in einem Einkaufszentrum in der Hans-Bredow-Straße in Bremen-Osterholz ein. Die Täter durchschnitten mehrere Zwischenwände, um in den Laden zu gelangen, und erbeuteten eine größere Menge Tabakwaren. Beim Verlassen entleerten sie zudem einen Feuerlöscher in den Geschäftsräumen, was zusätzlichen Sachschaden verursachte. Mitarbeiter entdeckten die Einbruchsspuren am frühen Dienstagmorgen. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst entgegen. Mehr dazu

In der Nacht zum Mittwoch nahm die Polizei Bremerhaven gegen 1 Uhr zwei Gruppen mutmaßlicher Kupferdiebe fest. Ein anonymer Hinweis hatte die Beamten auf einen silbernen Transporter aufmerksam gemacht; eine Streife stoppte das Fahrzeug auf der Stresemannstraße. Die drei jungen Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren fielen durch verschmutzte Bekleidung auf; im Inneren des Transporters fanden die Beamten mutmaßliches Diebesgut. Mehr dazu

Am Dienstagvormittag wurden drei Jugendliche im Alter von etwa 12 bis 14 Jahren dabei beobachtet, wie sie eine 56-jährige obdachlose Frau auf der Theodor-Heuss-Allee in Bremen-Mitte angriffen. Sie legten mehrere Silvesterböller auf der schlafenden Frau ab und zündeten diese an. Die 56-Jährige erlitt leichte Brandverletzungen. Das Trio flüchtete mit einem Linienbus in Richtung Innenstadt; eine Fahndung verlief erfolglos. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Die Woche verzeichnete mehrere Vorfälle mit Messern und einer Schusswaffe. In Bremen-Neustadt kam es am Donnerstag zu einer gegenseitigen Messerattacke unter Hausbewohnern am Buntentorsteinweg: Ein 33-Jähriger wurde notoperiert und schwebt auf der Intensivstation, der 26-jährige mutmaßliche Angreifer trug eine tiefere Schnittwunde davon — die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Mehr dazu In Bremerhaven war bereits am 6. September eine 33-jährige Frau nach Stichverletzungen gestorben, die ihr Ehemann ihr zugefügt hatte. Mehr dazu In Bremen-Woltmershausen bedrohte ein 63-Jähriger in der Nacht zum Freitag eine Barfrau mit einer Machete; vor dem Lokal sicherte die Polizei eine Schusswaffe und Patronenhülsen, an der Hauswand wurden Einschusslöcher festgestellt — ob er für die Schussabgabe verantwortlich ist, wird noch ermittelt. Mehr dazu Zudem war in der Neustadt am Sonntagabend ein 21-Jähriger mit einem Messer unterwegs, mit dem er sich selbst verletzen wollte; die Polizei setzte einen Taser ein, um ihn zu stoppen. Mehr dazu

Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Betrugsdelikten zum Nachteil älterer Menschen: Gleich drei Fälle an einem einzigen Tag zeigen, dass Täter diese Masche gezielt und koordiniert einsetzen. Parallel dazu traten in der Wochenbilanz mehrere Vorfälle mit Messern und einer Schusswaffe auf — in zwei Fällen mit schwersten Verletzungsfolgen.

Am 30. September wurden bei der Feuerwehr Bremerhaven zwei neue Brandmeister ernannt und vereidigt: Marian Dejdar und Lukas Varoga haben ihre Ausbildung für den feuerwehrtechnischen Dienst erfolgreich abgeschlossen. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Bremen erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Bremen