Das war die Blaulicht-Woche in Mecklenburg-Vorpommern: 14.09.–20.09.2026 (KW 38)

(Symbolbild)

Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 14. und 20. September 2026 beschäftigten die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem ein Todesfall in der Warnow, mehrere Angriffe auf Jugendliche, ein spektakulärer Verfolgungseinsatz mit einem 13-jährigen Fahrer sowie ein Großeinsatz wegen Quecksilber-Kontamination. Dazu kamen Brandstiftungen, ein Automaten-Sprengung und Einsätze rund um die Landtagswahl in Neubrandenburg.

Den schwersten ungeklärten Fall der Woche meldete die Kriminalpolizei Rostock: Ein Zeuge entdeckte am 14. Januar gegen 14:30 Uhr eine leblose Frau treibend im Wasser der Warnow im Bereich der Geinitzbrücke. Rettungskräfte konnten nur noch ihren Tod feststellen. Nach bisherigem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Polizei arbeitet daran, die Identität der Verstorbenen zu klären, die Todesursache zu ermitteln und den genauen Ablauf des Geschehens zu rekonstruieren. Die unbekannte Frau war etwa 160 Zentimeter groß und circa 70 Jahre alt. Sie hatte graue, dünne, kurze Haare und mehrere Leberflecke. Bei ihrem Auffinden trug sie eine dunkle Jacke, ein dunkles Trägertop, eine bläuliche Hose und schwarze, halbhohe Schuhe. Besondere Erkennungsmerkmale: An ihrer rechten Hand trug die Verstorbene einen breiten goldfarbenen Ehering mit umlaufender Nut. Bei sich hatte sie einen Wohnungsschlüssel mit einem silbernen Herz. Die Polizei bittet alle Personen, die Hinweise zur Identität der Frau geben können, sich zu melden. Mehr dazu

Im Bereich Brandstiftung erzielte die Kriminalpolizeiinspektion Rostock einen Ermittlungserfolg: Ein 22-jähriger Deutscher aus Rostock sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er Anfang September in Brandenburg festgenommen wurde. Er steht im Verdacht, mindestens fünf Brände in Rostock und Elmenhorst gelegt zu haben, darunter eine Finnhütte, ein Fahrzeug in Elmenhorst sowie ein Garagenkomplex im Rostocker Stadtteil Evershagen. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 21.500 Euro. Das Amtsgericht Rostock erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen ihn. Mehr dazu

In Neustadt-Glewe kam es ab Freitagnachmittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in der Otto-Lilienthal-Straße wegen einer Quecksilber-Kontamination in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Spezialkräfte der Feuerwehr aus Hamburg bestätigten vor Ort den Befund. Zwei Bewohnerinnen — eine Ukrainerin und eine Litauerin — benötigten ärztliche Behandlung und wurden in das Klinikum nach Rostock gebracht; beide konnten im Laufe der Nacht zum Samstag entlassen werden. Die betroffene Wohnung bleibt aus Vorsichtsgründen für eine Woche gesperrt, das Treppenhaus wurde am Samstagvormittag gegen 09:30 Uhr wieder freigegeben. Mehr dazu

Am Abend des 17. September 2026 gegen 17:20 Uhr wurden zwei Männer in einer Grünanlage nahe dem Bahnhof Zinnowitz von drei unbekannten Jugendlichen überfallen und beraubt. Nach Angaben der Opfer — ein 43-Jähriger und ein 20-Jähriger — wurden sie von einer unbekannten Person in die Grünanlage geführt, wo mehrere Jugendliche warteten. Der 20-Jährige wurde zunächst mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht. Ein zweiter Täter setzte Reizstoff gegen ihn ein. Anschließend attackierten alle drei Angreifer ihn körperlich. Bei der Auseinandersetzung wurde auch der 43-Jährige mit Reizstoff verletzt. Nach dem Angriff flüchteten die drei Täter in Richtung Bahnhof. Der 20-Jährige bemerkte im Nachgang, dass Gegenstände aus seiner Tasche entwendet worden waren. Mehr dazu

Auf einen 16-jährigen Pakistaner wurde am 14. September 2026 gegen 13:45 Uhr in einem Linienbus in Richtung Schmatzin verbal und körperlich eingewirkt: Zunächst beleidigten ihn Mitfahrer mit rassistischen Äußerungen, anschließend kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihm und vier deutschen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen neun und 14 Jahren. Der Busfahrer alarmierte die Polizei; ein Rettungsdienst überprüfte die Beteiligten vor Ort. Mehr dazu

In der Nacht zu Mittwoch, 16. September 2026, entdeckten Polizeibeamte bei einer Streifenfahrt im Neubrandenburger Vogelviertel gegen 01:20 Uhr einen verletzten 15-jährigen Jungen. Nach seinen Angaben war der Jugendliche zuvor von mehreren anderen Jungen beschimpft und körperlich attackiert worden. Die Polizei durchsuchte das Umfeld und stellte kurze Zeit später drei Personen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren fest. Bei ersten Befragungen und der Sicherung von Spuren erhärtete sich der Verdacht gegen die drei. Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung wurden aufgenommen; alle Beteiligten wurden ihren Betreuern übergeben. Mehr dazu

Am 18. September 2026 gegen 07:20 Uhr nahm die Polizei in Greifswald einen 21-jährigen Mann fest, der mehrere Passanten in der Franz-Mehring-Straße mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht haben soll. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung und des Nahgeländes wurden in der Wohnung eine Schreckschusswaffe gefunden und sichergestellt. Eine zweite Schreckschusswaffe entdeckten die Beamten in einem Gebüsch in der Georg-Katsch-Straße. Bei den Befragungen stellte sich heraus, dass ein zweiter Mann beteiligt sein könnte; die Polizei identifizierte einen 24-Jährigen als weiteren Tatverdächtigen. Mehr dazu

In der Nacht zum 18. September wurde im Ernst-Thälmann-Ring in Greifswald ein Snackautomat gesprengt. Zeugen berichteten von zwei lauten Explosionen gegen 02:50 Uhr; die Polizei wurde gegen 03:00 Uhr alarmiert. In Greifswald ist in der Nacht zum 18. September ein Snackautomat im Ernst-Thälmann-Ring gesprengt worden. Die Polizei wurde gegen 03:00 Uhr alarmiert. Zeugen berichteten von zwei lauten Explosionen gegen 02:50 Uhr. Den Tätern gelang es nach bisherigem Kenntnisstand nicht, etwas zu stehlen; der Sachschaden wird auf 5.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei Greifswald sucht Zeugen, die zwischen 02:50 und 03:00 Uhr im Bereich des Ernst-Thälmann-Rings etwas Verdächtiges beobachtet haben. Mehr dazu

In der Nacht zum 17. September 2026 brachen Täter zwischen 03:30 und 18:20 Uhr in eine Bar in der Stettiner Chaussee in Pasewalk ein, griffen einen Spielautomaten an und stahlen Geld daraus. Der Sachschaden beträgt 12.000 Euro, der Diebstahlschaden knapp 2.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls und bittet Zeugen, sich beim Polizeihauptrevier Pasewalk unter 03973 220 0 zu melden. Mehr dazu

In der Nacht vom 19. auf den 20. September 2026 beschäftigte ein 13-jähriger Junge die Polizei im Raum Malchin und Waren: Er war mit einem nicht zugelassenen silberfarbenen Mercedes seines Vaters und einem 16-jährigen Beifahrer unterwegs, betankte das Fahrzeug an einer ARAL-Tankstelle in Malchin ohne zu zahlen und floh, als Beamte des Polizeireviers Waren ihn an einer Bushaltestelle an der Landesstraße 202 bei Demzin kontrollieren wollten — obwohl die Bremsen offenbar überhitzt und glühend heiß waren. Die weiteren Einzelheiten des Einsatzes werden noch ermittelt. Mehr dazu

Im Bereich Demmin führte die Polizei am Mittwoch mehrstündige Durchsuchungen auf einem Grundstück durch, nachdem ein Mann den Standort seines im März als gestohlen gemeldeten Anhängers entdeckt und die Polizei informiert hatte. Die Beamten fanden neben dem gemeldeten Anhänger zwei weitere, die in den vergangenen Wochen und Monaten in der Region rund um Demmin und Malchin gestohlen worden waren — obwohl offensichtliche Erkennungsmerkmale absichtlich unkenntlich gemacht worden waren. Mehr dazu

Nach einem Ladendiebstahl in der Schweriner Innenstadt am Samstag, 12. September 2026, sitzt ein 33-jähriger Algerier in Untersuchungshaft. Ein Ladendetektiv hatte beobachtet, wie der Mann Oberbekleidung im Wert von etwa 450 Euro stahl, und verfolgte ihn bis zu einem Lagerraum eines nahegelegenen Imbisses. Dort stellten Polizisten auch einen 46-jährigen Algerier fest, gegen den wegen Hehlereiverdachts ermittelt wird. Das Amtsgericht Schwerin erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 33-Jährigen. Mehr dazu

Am Freitag, 18. September 2026, sperrte die Polizeiinspektion Neubrandenburg die Stargarder Straße zwischen Friedländer Straße und Neutorstraße von 12:00 bis 22:00 Uhr für den Fahrzeugverkehr — Hintergrund waren mehrere Veranstaltungen sowie eine angemeldete Versammlung im Zusammenhang mit der Landtagswahl. Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer mussten sich auf teils massive Behinderungen einstellen; die Tiefgarage unter dem Marktplatz blieb ebenfalls geschlossen. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Täterseitig wurden in der zurückliegenden Woche keine Messerangriffe gemeldet. Relevant ist jedoch der Einsatz waffenähnlicher Gegenstände: Beim Überfall am Bahnhof Zinnowitz am 17. September wurde der 20-jährige Geschädigte zunächst mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht — Mehr dazu. In Greifswald sichergestellt wurden nach dem Bedrohungsfall vom 18. September zwei Schreckschusswaffen: eine in der Wohnung des 21-jährigen Tatverdächtigen, eine zweite in einem Gebüsch in der Georg-Katsch-Straße — Mehr dazu.

Diese Woche fällt auf, dass mehrere Vorfälle Minderjährige als Täter oder Opfer betrafen: ein 13-jähriger Fahrer auf der Flucht vor der Polizei, eine Gruppe von Kindern, die einen 16-Jährigen im Bus angriff, und Jugendliche, die einen 15-Jährigen in Neubrandenburg körperlich attackierten. Daneben wurden mit dem Greifswalder Automatensprengel und dem Einbruch in Pasewalk innerhalb weniger Tage gleich zwei Sachbeschädigungs- und Diebstahlstaten im öffentlichen Raum bekannt, bei denen die Täter bislang unbekannt sind.

Glimpflich endete die aufwendige Suche nach einem 63-jährigen Bewohner einer Pflegeeinrichtung in Rastow bei Ludwigslust, der seit Mittwochabend vermisst worden war: Ein Polizeihubschrauber entdeckte ihn am Donnerstag gegen 13:40 Uhr wohlbehalten in unwegsamem Gelände zwischen Rastow und Kraak. An der Suche waren neben dem Hubschrauber mehrere Diensthunde, eine Rettungshundestaffel sowie Kräfte der Bereitschaftspolizei beteiligt. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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