Zeit für eine erste Bilanz der Woche zwischen dem 2. und 8. November 2026 in Sachsen. Im Mittelpunkt stand ein mutmaßlicher Totschlag in Dresden, bei dem eine Frau in einer Privatwohnung ums Leben kam. Daneben beschäftigten Drogenfunde, ein Messerangriff in Chemnitz und mehrere Drogenfahrten die sächsischen Ermittlungsbehörden.
Der schwerste Vorfall der Woche ereignete sich in der Nacht vom 3. auf den 4. November 2026 in Dresden. Einem 36-jährigen Mann wird vorgeworfen, in seiner Wohnung auf der Cottaer Straße eine 34-jährige Frau getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln unter anderem wegen des Verdachts des Totschlags. Ihm wird vorgeworfen, in der Nacht vom 3. November 2026 auf den 4. November 2026 eine 34-jährige Frau in seiner Wohnung auf der Cottaer Straße in Dresden getötet zu haben. Der Mann wurde am 4. November festgenommen; der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Der Beschuldigte, der bereits vorbestraft ist, sitzt nun in Untersuchungshaft und hat bislang keine Aussage zum Tatvorwurf gemacht. Mehr dazu.
Ebenfalls am 3. November kam es auf dem Schillerplatz an der Straße der Nationen in Chemnitz zu einem Messerangriff, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Ein 21-jähriger Mann erlitt eine Stichverletzung, ein 19-Jähriger wurde mit einer Schnittverletzung in ein Krankenhaus gebracht, wo beide stationär behandelt wurden. Vier weitere Personen aus dem Umfeld wurden zu einer Polizeidienststelle gebracht. Die Kriminalpolizei Chemnitz identifizierte in der Folge zwei Tatverdächtige: Ein 25-jähriger eritreischer Staatsbürger soll dem 21-Jährigen eine Stichverletzung zugefügt haben und steht unter dem Verdacht des versuchten Totschlags. Gegen einen 26-Jährigen, dem eine Schnittverletzung am 19-Jährigen zur Last gelegt wird, wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Beide Männer befinden sich in Polizeigewahrsam. Mehr dazu.
Bereits am Sonntag, dem 1. November 2026, hatten Beamte in Dresden-Löbtau nach einem Zeugenhinweis einen VW Polo an der Tharandter Straße überprüft. Im Fahrzeug fanden sie mehrere Packungen Cannabis und Crystal, Tabletten, gestohlene Kennzeichen, rund 10.000 Euro Bargeld sowie ein Jagdgewehr. Der 29-jährige Halter des Wagens wurde festgenommen. Eine anschließende Wohnungsdurchsuchung förderte weitere Betäubungsmittel und Schusswaffen zutage, die ebenfalls sichergestellt wurden. Die Polizei ermittelt gegen den Mann unter anderem wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln unter Mitführung von Waffen. Mehr dazu.
In Dresden-Kleinzschachwitz wurde am Mittwochabend ein 41-Jähriger in der Meußlitzer Straße beraubt. Als er ein Haus verließ, attackierten ihn drei unbekannte Männer unvermittelt, schlugen und traten auf ihn ein. Die Täter stahlen seine Geldbörse mit Ausweisen, Geldkarten und Bargeld sowie sein Mobiltelefon und flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Das Opfer wurde verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Kriminalpolizei Dresden ermittelt. Mehr dazu.
Am Mittwoch gelang der Kriminalpolizei Leipzig ein größerer Drogenfund. Ein 35-jähriger Mann, der der Polizei bereits wegen Drogenhandels bekannt ist, transportierte 1,73 Kilogramm Kokain von Berlin nach Leipzig. Bei einer Kontrolle an einem Rastplatz auf der Rückfahrt wurde er gestoppt. Im Fahrzeug befanden sich neben dem Beschuldigten seine 28-jährige Lebensgefährtin und deren zwei Kinder im Alter von zwei und sieben Jahren. Mehr dazu.
Im Chemnitzer Zentrum kam es am Donnerstag zu einem weiteren Zwischenfall, als ein 26-Jähriger in Hilbersdorf nach einem Ladendiebstahl festgenommen wurde. Der Mann hatte in einem Bekleidungsgeschäft im Einkaufszentrum am Thomas-Mann-Platz eine Jacke im Wert von etwa 70 Euro entwendet. Als ein 63-jähriger Ladendetektiv ihn aufhalten wollte, schlug der 26-Jährige nach ihm und zeigte einen pistolenartigen Gegenstand in seinem Hosenbund, woraufhin der Detektiv von ihm abließ. Der Mann flüchtete mit drei Begleitern, wurde jedoch kurz darauf von der Polizei festgenommen und leistete dabei erheblichen Widerstand. Mehr dazu.
Für einen Polizeieinsatz sorgte am Donnerstagabend auch ein 33-Jähriger in Hoyerswerda, der sich am Hommelmühlenweg auf Bahngleise begab. Die Polizei sperrte die Strecke. Der Mann warf laut Polizeiangaben Steine auf unbeteiligte Personen, verfehlte sie jedoch. Gegenüber den eintreffenden Beamten verhielt er sich aggressiv und drohte Widerstand an, sodass ihm Handfesseln angelegt wurden. Ein hinzugezogener Arzt ordnete wegen eines psychischen Ausnahmezustands die Einweisung in ein Krankenhaus an. Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr in Verbindung mit versuchter gefährlicher Körperverletzung. Mehr dazu.
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Am 3. November 2026 wurden beim Messerangriff auf dem Schillerplatz in Chemnitz zwei Menschen verletzt: Ein 21-Jähriger erlitt eine Stichverletzung, ein 19-Jähriger eine Schnittverletzung. Zwei Tatverdächtige, darunter ein 25-Jähriger, dem versuchter Totschlag vorgeworfen wird, befinden sich in Polizeigewahrsam — Mehr dazu. In Dresden-Löbtau wurden am 1. November bei einer Fahrzeug- und Wohnungsdurchsuchung eines 29-Jährigen neben Drogen auch ein Jagdgewehr sowie weitere Schusswaffen sichergestellt; der Beschuldigte war nicht Schütze, die Waffen wurden jedoch im Zusammenhang mit illegalem Drogenhandel assoziiert — Mehr dazu.
Besonders auffällig in dieser Woche war die Häufung von Drogenfahrten auf sächsischen Straßen. Innerhalb weniger Tage wurden Fahrer in Bautzen, Sohland an der Spree, Königsbrück und Meißen unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain oder Amphetamin am Steuer gestoppt. Darunter war in Bautzen auch eine 38-jährige Frau, die ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war, einen Unfall verursachte und ebenfalls positiv auf Drogen getestet wurde. Mehr dazu. Die Fallzahlen bestätigen einen längerfristigen Trend: Die Rauschgiftdelikte in Sachsen sind laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 gegenüber dem Vorjahr um 24,9 Prozent auf 7.046 Fälle gesunken, mit einer Aufklärungsquote von 88,1 Prozent.
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