Die Woche vom 11.05.–17.05.2026 brachte für die thüringische Polizei mehrere schwere Gewaltdelikte und eine Großrazzia gegen Fußball-Ultras. Außerdem fielen bei Verkehrskontrollen mehrere berauschte Fahrer auf.
Am Donnerstagabend eskalierte eine Situation am Enver-Simsek-Platz in Jena, als ein 40-jähriger Mann einen Hundehalter angriff und würgte. Als die alarmierten Polizisten eintrafen, attackierte der polizeibekannte Mann auch sie. Die Beamten mussten ihn zu Boden bringen und fesseln. Mehr dazu
In Greiz übten am Samstagabend vier Männer Selbstjustiz und griffen dabei mehrere Menschen an. Zunächst attackierten sie eine Frau und ihren Freund mit Pfefferspray, wenig später verletzten sie einen 40-Jährigen mit Tritten und Schlägen. Einer der Täter feuerte eine Schreckschusswaffe ab. Mehr dazu
Am Dienstag führte die Kriminalpolizei Jena eine Großrazzia gegen 20 Tatverdächtige aus der Fußball-Fanszene durch. Bei 47 Durchsuchungen in Jena, Kahla, Saalfeld und Gera ermittelten die Beamten wegen Landfriedensbruch, Nötigung, Raub und Sachbeschädigungen. Die Ultras sollen mehrere Züge mit Graffiti besprüht und dabei sogar Notbremsen betätigt haben. Mehr dazu
Während des Nordhäuser Bahnhofsfestes bedrohten zwei Männer einen 43-jährigen Händler mit einem Messer und stahlen Waren im Wert von knapp 60 Euro. Die Polizei nahm die 24 und 25 Jahre alten Täter noch am selben Abend fest. Mehr dazu
In Mühlhausen legten Unbekannte in einer Nacht vier Brände. Zwischen 1.50 Uhr und 3 Uhr brannten ein Fliegengitter, zwei Mülleimer und abgelegte Gegenstände unter einer Apothekentreppe. Bei zwei Fällen beschädigten die Flammen auch Fassaden der angrenzenden Gebäude. Mehr dazu
Bei Verkehrskontrollen fielen mehrere berauschte Fahrer auf: In Südthüringen erwischten Polizisten an einem Tag drei berauschte Fahrer, darunter einen E-Scooter-Fahrer mit Cannabis im Blut. In Ronneburg und Altenburg stoppten die Beamten weitere Fahrer unter Drogeneinfluss. Außerdem erwischten sie in Waltersleben einen Lkw-Fahrer, der nach einer Unfallflucht mit Cannabis im Blut zur Unfallstelle zurückkehrte. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Während des Nordhäuser Bahnhofsfestes bedrohten zwei Männer einen Händler mit einem Messer und raubten Waren. In Greiz feuerte bei einem Selbstjustiz-Angriff einer von vier Tätern eine Schreckschusswaffe ab – durch den Schuss wurde niemand verletzt.