In der vergangenen Woche standen für die sächsische Polizei Grenzkontrollen mit mehreren Festnahmen sowie Gewaltdelikte in Zügen im Mittelpunkt. Allein an der sächsisch-tschechischen Grenze wurden mehrere Personen wegen offener Haftbefehle festgenommen, darunter ein Georgier, der eine 140-tägige Freiheitsstrafe antreten muss.
Der schwerste Fall ereignete sich am Freitag in Bärenstein, wo ein 50-jähriger Georgier in die JVA Zwickau eingeliefert wurde. Bei der Grenzkontrolle um 18:15 Uhr stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Ulm wegen Diebstahls vorlag – eine Freiheitsstrafe von 140 Tagen war noch offen. Außerdem bestand für ihn ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland. Mehr dazu
Bei weiteren Grenzkontrollen zwischen dem 12. und 14. Mai nahm die Bundespolizei drei weitere Männer fest, die per Haftbefehl gesucht wurden. Ein 47-jähriger Bulgare konnte eine Geldstrafe von 527,50 Euro zahlen und seine Reise fortsetzen. Ein 38-jähriger Tscheche musste hingegen ins Gefängnis, da er die geforderte Summe nicht aufbringen konnte. Mehr dazu
Schwere Gewalt ereignete sich in Chemnitzer Zügen: In einer Citybahn von Stollberg nach Chemnitz verletzte ein 23-jähriger Türke am Samstagabend mehrere Fahrgäste. Ein 50-jähriger Deutscher erlitt dabei schwere Kopf- und Augenverletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Täter wehrte sich bei der Festnahme gegen die Polizisten. Mehr dazu
Am Chemnitzer Hauptbahnhof kam es zu weiteren Gewaltdelikten: Zwei tunesische Staatsangehörige griffen Bundespolizisten tätlich an, nachdem sie ohne gültiges Ticket erwischt worden waren. Sie spuckten die Beamten an, traten und bissen sie. Vier Polizistinnen und Polizisten wurden verletzt und mussten vorsorglich im Krankenhaus behandelt werden. Mehr dazu
In Dresden ereigneten sich mehrere Brände: Bei einem Wohnungsbrand in Pieschen wurden drei Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer war in der Nacht zu Donnerstag in einer Wohnung im zweiten Stock ausgebrochen. Mehr dazu In Strehlen brannten ein Wohnmobil und ein Anhänger vollständig ab. Mehr dazu
Nach einer sexuellen Belästigung im Bahnhof Berlin-Südkreuz wurde ein 53-jähriger Tscheche in Dresden gefasst. Der Mann hatte eine 28-jährige Deutsche unsittlich berührt und war geflüchtet. Durch schnellen Informationsaustausch zwischen Berlin und Dresden konnte er an der Fernbushaltestelle festgenommen werden. Mehr dazu
An der sächsisch-polnischen Grenze stellte die Bundespolizei 18 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest. Betroffen waren ukrainische, syrische, belarussische, moldauische, armenische und kongolesische Staatsangehörige. Mehrere Personen erhielten Wiedereinreisesperren und wurden nach Polen zurückgewiesen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Ein 22-jähriger polnischer Staatsangehöriger bedrohte am Donnerstagvormittag eine Zugbegleiterin in einer Regionalbahn zwischen Cottbus und Görlitz mit einem Küchenmesser. Der Mann war ohne Fahrschein in den Zug gestiegen und zog das Messer, als er nach seinem Ticket gefragt wurde. Mehr dazu