Ein dramatischer Handelstag an der Frankfurter Börse: Der Dax hielt sich den ganzen Donnerstag über im grünen Bereich, rutschte dann aber in den allerletzten Handelsminuten doch noch ins Minus ab. Zum Xetra-Handelsschluss notierte der deutsche Leitindex bei 26.300 Punkten und verlor damit 0,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Auslöser für den Kurssturz in den finalen Minuten war die parallel verlaufende Entwicklung an den US-Aktienmärkten, die nach ihrer Eröffnung am Nachmittag deutscher Zeit ebenfalls schnell nachgaben.
Die Gewinner des Tages stammten vor allem aus den Sektoren Versorgung und Gesundheit. RWE führte die Kursliste mit einem Plus von rund drei Prozent an, während der Diagnostik-Konzern Qiagen um zwei Prozent zulegte.
Auf der Verliererseite dominierten dagegen Automobil- und Versicherungswerte. Mercedes-Benz, Volkswagen und Daimler Truck gaben jeweils um ein Prozent nach. Besonders schwach entwickelte sich BASF, dessen Aktie am Nachmittag über zwei Prozent unter dem Vortagesschluss gehandelt wurde.
Bei den Bankentiteln zeigte sich ein gemischtes Bild – trotz ungünstiger Nachrichten von der Europäischen Zentralbank. Die EZB veröffentlichte neue Daten, denen zufolge sich europäische Geldhäuser auf schwierigere Zeiten bei der Geldbeschaffung einstellen müssen. Experten erwarten, dass diese Kosten im kommenden Jahr weiter steigen könnten – nicht zwangsläufig nur durch höhere Zinsen.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1534 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8670 Euro zu haben.
Autor: dts Nachrichtenagentur