Drei Jugendliche auf Stellwerk: Bundespolizei sperrt Bahnstrecke in Zittau

(Symbolbild)

Drei weibliche Jugendliche haben am Abend des 3. August 2026 in Zittau einen Großeinsatz der Bundespolizei ausgelöst und eine Bahnstrecke lahm gelegt. Gegen 20:10 Uhr meldeten mehrere Lokführer der Polizei, dass sich drei Mädchen auf dem Dach eines alten Stellwerkes im Stadtteil Kummersberg aufhielten.

Als die Bundespolizisten eintrafen, erblickten die Jugendlichen die Beamten und liefen sofort in den Gleisbereich davon. Die Polizei sperrte daraufhin die Bahnstrecke für den Zugverkehr. Kurz darauf stellten die Polizisten auf einem Weg neben dem Gleis zwei 14 und 15 Jahre alte deutsche Mädchen. Sie bestätigten den Beamten, dass sie und ein drittes Mädchen sich öfter im Gleisbereich und auf dem Stellwerkdach aufhielten.

Die dritte Person, eine 17-jährige Deutsche, konnte später in einer gemeinsamen Wohneinrichtung angetroffen werden. Alle drei Jugendlichen wurden eindringlich über die Gefahren von Gleisaufenthalten und das Betreten einer alten Immobilie belehrt und mündlich verwarnt. Sie zeigten sich nach Angaben der Bundespolizei einsichtig, und ihre Erziehungsberechtigten kündigten an, klärende Gespräche mit ihnen zu führen.

Die Sperrung der Bahnstrecke dauerte insgesamt nur fünf Minuten. Im Zugverkehr entstanden acht Verspätungsminuten.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sie derzeit verstärkt unbefugte Gleisaufenthalte feststellt. Oftmals versuchen Personen, auf diese Weise Wege an Bahnhöfen abzukürzen. In den meisten Fällen erhebt die Bundespolizei für solche Verstöße ein Verwarnungsgeld in Höhe von 35 Euro.

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