Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für Hamburg eine noch entspannte Bodenfeuchtesituation, während die östlichen Nachbarregionen bereits deutliche Trockenheitssignale aussenden. Der Stadtstaat befindet sich derzeit noch im normalen Bereich, doch die Entwicklung in den angrenzenden Gebieten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gibt Anlass zur Wachsamkeit.

Besonders auffällig ist das starke Gefälle der Bodenfeuchtewerte in der Region: Während Hamburg selbst noch weitgehend von kritischen Werten verschont bleibt, zeigen sich östlich der Hansestadt bereits gelbe bis orange Bereiche auf der UFZ-Dürrekarte. Die östlichen Teile Schleswig-Holsteins und angrenzende Bereiche Mecklenburg-Vorpommerns weisen bereits moderate bis deutliche Trockenheitssignale auf, mit vereinzelten roten Bereichen, die auf beginnende Dürreprobleme hindeuten.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche erklären diese Entwicklung: Mit null Millimetern Niederschlag in den letzten sieben Tagen und Höchsttemperaturen von bis zu 22,7 Grad Celsius herrschten bereits frühlingshafte Bedingungen, die erste Trockenheitssignale verstärken konnten. Der minimal erwartete Niederschlag von nur 1,3 Millimetern in den kommenden drei Tagen wird an der aktuellen Situation kaum etwas ändern – solch geringe Regenmengen können die tieferen Bodenschichten nicht erreichen und verdunsten meist schnell wieder an der Oberfläche.
Für die Hamburger Landwirtschaft und die städtische Grünflächenpflege bedeutet die aktuelle Lage erhöhte Aufmerksamkeit. Auch wenn die kritischen Werte noch nicht erreicht sind, sollten Bewässerungsstrategien bereits jetzt überdacht werden. Die Wasserversorgung der Hansestadt ist aktuell nicht gefährdet, doch die Entwicklung in den östlichen Nachbarregionen zeigt, wie schnell sich die Situation ändern kann. Parks und Grünanlagen könnten bei anhaltender Trockenheit erste Stresssymptome zeigen.
Den aktuellen Wetterbericht für Hamburg finden Sie hier.