Erste Bilanz der Börsenwoche: 05.10.–09.10.2026 (KW 41)

Die gestern zu Ende gegangene Handelswoche hinterließ beim DAX ein leichtes Minus: Der deutsche Leitindex startete am Montag bei 25.251,39 Punkten und schloss gestern, Freitag, bei 25.087,27 Punkten – ein Wochenverlust von 0,65 Prozent. Die Bandbreite zwischen Wochen-Hoch von 25.522,09 Punkten und Wochen-Tief von 24.792,79 Punkten zeigt eine Schwankungsbreite von rund 730 Punkten, was auf eine moderat bewegte, aber keineswegs ruhige Handelswoche hinweist. Unter dem Strich dominierten Verkaufsdruck in einzelnen Schwergewichten und Branchenrotation das Bild, ohne dass der Markt in eine klare Richtung fand.

Auf der Gewinnerseite stach Zalando SE mit einem Wochenplus von 6,82 Prozent auf 23,80 € heraus und führte das DAX-Feld deutlich an. Dicht dahinter folgte Scout24 AG mit einem Zuwachs von 5,77 Prozent auf 72,45 €, gefolgt von Brenntag SE mit einem Plus von 5,61 Prozent auf 62,12 €. Damit zeigten vor allem Konsumnahe und Plattform-Geschäftsmodelle relative Stärke. Auf der Verliererseite fiel Infineon Technologies AG mit einem Rückgang von 9,01 Prozent auf 58,86 € am stärksten zurück – ein deutliches Signal, dass Halbleiterwerte unter erheblichem Abgabedruck standen. Deutsche Telekom AG verlor 7,00 Prozent auf 24,70 € und Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA büßte 6,67 Prozent auf 37,50 € ein. Damit verzeichnete der Telekommunikations- und der Gesundheitssektor in dieser Woche spürbare Schwäche.

Energieintensive Werte außer Automotive

Die energieintensiven DAX-Werte BASF, Heidelberg Materials und Airbus entwickelten sich in der abgelaufenen Woche uneinheitlich. BASF SE legte um 2,91 Prozent auf 51,68 € zu und zeigte damit eine deutlich bessere Performance als der Gesamtindex. Heidelberg Materials AG hingegen gab um 3,46 Prozent auf 142,30 € nach und lief damit spürbar schwächer als der DAX. Airbus SE verlor 0,94 Prozent auf 187,70 € – ein Rückgang, der ebenfalls schwächer ausfiel als das Gesamtmarkt-Ergebnis von minus 0,65 Prozent. In der Gruppe überwog damit das Minus; lediglich BASF konnte sich als klarer Outperformer behaupten, während Bau- und Luftfahrtzulieferer unter Druck blieben.

Automobilwerte in dieser Woche

Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. In der abgelaufenen Woche zeigte die Gruppe ein gemischtes, überwiegend schwaches Bild: BMW verlor 2,24 Prozent auf 53,26 €, Mercedes-Benz Group gab 0,16 Prozent auf 39,59 € nach und Volkswagen legte lediglich 0,21 Prozent auf 68,00 € zu – womit diese drei Werte schwächer abschnitten als der Gesamtindex oder ihm kaum entkamen. Continental büßte 0,95 Prozent auf 69,14 € ein, ebenfalls schwächer als der DAX. Daimler Truck Holding hielt sich mit plus 0,85 Prozent auf 41,35 € als einziger Automobilwert der Gruppe sichtbar im Plus und lief damit stärker als der Gesamtindex. Insgesamt bleibt die Automobilbranche im DAX ein Belastungsfaktor, der den Leitindex in dieser Woche nach unten zog.

Der DAX bewegt sich damit weiterhin in einer Seitwärtsphase auf erhöhtem Niveau. Die Marke von 25.000 Punkten bleibt ein wichtiger psychologischer Anker; das Unterschreiten des Wochen-Tiefs bei 24.792,79 Punkten wurde gestern nicht dauerhaft bestätigt, doch ein nachhaltiger Ausbruch nach oben über die 25.500er-Zone blieb ebenfalls aus. Gemessen am Jahresverlauf notiert der DAX trotz des kleinen Wochenverlusts auf einem weiterhin erhöhten Niveau, was die grundsätzlich konstruktive Marktstimmung widerspiegelt, ohne allerdings frische Aufwärtsimpulse zu liefern.

Die kommende Handelswoche

In der Handelswoche ab dem 12. Oktober rücken mehrere makroökonomische Daten in den Fokus der Marktbeobachter. Im Euroraum stehen unter anderem die ZEW-Konjunkturerwartungen sowie erste Industrieproduktionsdaten auf der Agenda, die Hinweise auf die Verfassung der deutschen Wirtschaft geben dürften. Aus den USA werden Inflationsdaten auf Erzeuger- und Verbraucherebene erwartet, die für die weitere Einschätzung der Fed-Geldpolitik von Bedeutung sein könnten. Marktbeobachter achten zudem auf den Beginn der US-Berichtssaison für das dritte Quartal 2026, da erste Großbanken traditionell früh mit ihren Quartalszahlen an die Öffentlichkeit treten und den Ton für die Earnings-Saison setzen. Im Fokus stehen außerdem mögliche Signale aus dem Umfeld der Europäischen Zentralbank zur weiteren Zinspolitik. An der Wall Street schloss die abgelaufene Handelswoche freundlich: Der S&P 500 gewann 1,04 Prozent auf 7.811,54 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average um 0,89 Prozent auf 51.654,95 Punkte zulegte.

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