Erste Bilanz der Börsenwoche: 17.08.–21.08.2026 (KW 34)

Die gestern zu Ende gegangene Handelswoche hat dem DAX ein Minus von 1,34 Prozent beschert. Der deutsche Leitindex startete am Montag bei 26.490,30 Punkten in die Woche und fand gestern, am Freitag, seinen Wochenschluss bei 26.136,56 Punkten. Das Wochenhoch lag mit 26.493,50 Punkten nah am Eröffnungsniveau und wurde bereits zu Wochenbeginn markiert, während das Wochentief von 25.914,11 Punkten einen spürbaren Ausreißer nach unten darstellte. Die Handelswoche zeigte sich insgesamt bewegt: Eine breite Verkaufswelle erfasste insbesondere Technologie- und Rüstungswerte, während einige Einzeltitel deutlich gegen den Trend zulegen konnten.

Unter den Gewinnern der Woche ragte SAP SE mit einem Plus von 5,13 Prozent auf einen Schlusskurs von 188,12 € besonders heraus — der Softwarekonzern setzte sich deutlich von der Gesamtentwicklung ab. Deutsche Börse AG legte 4,05 Prozent zu und schloss bei 282,90 €, Beiersdorf Aktiengesellschaft gewann 2,68 Prozent auf 79,60 €. Auf der Verliererseite fiel Infineon Technologies AG mit einem Wochenverlust von 12,53 Prozent auf 55,97 € besonders stark auf — ein markanter Ausreißer nach unten, der den Halbleitersektor belastete. MTU Aero Engines AG verlor 7,80 Prozent auf 352,40 €, Siemens Energy AG gab 6,72 Prozent auf 153,36 € nach. Als Branchenmuster erkennbar: Technologie- und Industriewerte mit Verteidigungs- oder Rüstungsbezug standen unter Druck, während Softwaretitel, Finanzdienstleister und Konsumgüterwerte als relative Stabilitätsanker fungierten.

Energieintensive Werte außer Automotive

Unter den energieintensiven DAX-Werten außerhalb der Automobilbranche zeigte sich ein uneinheitliches Bild, das im Schnitt schwächer als der Gesamtindex ausfiel. BASF SE legte in der abgelaufenen Woche 1,31 Prozent zu und schloss bei 51,67 € — damit entwickelte sich der Chemiekonzern gegen den negativen Markttrend und übertraf die DAX-Performance der Woche von minus 1,34 Prozent deutlich. Heidelberg Materials AG hingegen verlor 1,27 Prozent auf 159,60 € und blieb damit zwar ebenfalls leicht stärker als der Gesamtindex, ohne jedoch nennenswert vom allgemeinen Abgabedruck verschont zu bleiben. Airbus SE gab 5,45 Prozent auf 203,65 € nach und lief damit klar schwächer als der DAX — der Luft- und Raumfahrtkonzern war einer der auffälligsten Verlierer der Woche und belastete das Segment spürbar. In der Gesamtschau schnitt die Gruppe der energieintensiven Nichtkraftfahrzeugtitel also gemischt ab: Während BASF punkten konnte, zogen Airbus-Verluste den Gruppenschnitt deutlich in den negativen Bereich.

Automobilwerte in dieser Woche

Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. In der abgelaufenen Woche präsentierte sich das Segment überwiegend schwächer, mit einer Ausnahme: Volkswagen AG VZO legte 2,15 Prozent auf 75,02 € zu und setzte sich damit positiv vom Rest der Gruppe ab. Daimler Truck Holding AG hielt sich mit einem Plus von 0,64 Prozent auf 45,43 € noch im positiven Bereich. Auf der anderen Seite gaben BMW mit minus 0,54 Prozent auf 58,88 €, Continental mit minus 0,86 Prozent auf 68,78 €, Mercedes-Benz Group mit minus 1,49 Prozent auf 45,215 € und besonders HOCHTIEF — der hier nicht zur Automobilbranche zählt — nach; die Automobilwerte als Gruppe lieferten damit ein uneinheitliches, im Schnitt leicht unter dem DAX-Niveau liegendes Bild.

Im größeren charttechnischen Bild hat der DAX mit dem Rückgang auf zeitweise unter 26.000 Punkte im Wochentief eine Zone erreicht, die als technische Unterstützung beobachtet wird. Nach einer langen Aufwärtsphase in den Vorwochen deutet die aktuelle Bewegung auf eine kurzfristige Korrekturphase hin, ohne dass dabei von einer grundlegenden Trendwende gesprochen werden kann. Der Abstand zwischen Wochenhoch und -tief von rund 579 Punkten signalisiert, dass die Volatilität zuletzt zugenommen hat. Auf Jahresbasis bleibt der DAX nach wie vor auf erhöhtem Niveau, was die Korrektur der abgelaufenen Woche in einem längerfristigen Aufwärtstrend einbettet.

Die kommende Handelswoche

In der kommenden Handelswoche rücken eine Reihe makroökonomischer Datenpunkte in den Fokus der Marktbeobachter. Unter anderem stehen Konjunktureinschätzungen aus dem Euroraum sowie mögliche Signale aus dem Umfeld der Notenbanken auf der Agenda — Marktbeobachter werden genau verfolgen, ob sich Hinweise auf die weitere Zinspolitik von EZB und Fed verdichten. Zudem dürften Einkaufsmanagerindizes und erste Frühindikatoren für das dritte Quartal 2026 Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auf Unternehmensseite könnten Quartalsergebnisse einzelner DAX-Mitglieder für Bewegung sorgen. An der Wall Street schloss die abgelaufene Handelswoche ebenfalls im Minus: Der S&P 500 verlor 1,49 Prozent auf 7.674,37 Punkte, der Dow Jones gab 0,72 Prozent auf 53.277,01 Punkte nach.

Hinweis: Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Kursdaten stammen von EODHD; der Text wurde automatisiert mithilfe eines Sprachmodells erstellt.