Erste Bilanz der Börsenwoche: 26.10.–30.10.2026 (KW 44)

Die gestern zu Ende gegangene Handelswoche hat dem DAX einen soliden Wochengewinn beschert. Der deutsche Leitindex startete am Montag bei 25.235,84 Punkten und schloss gestern, am Freitag, bei 25.818,21 Punkten — ein Wochenplus von 2,31 Prozent. Zwischenzeitlich tastete sich der Index mit einem Wochenhoch von 26.106,19 Punkten in neue Höhen vor, bevor er wieder etwas zurückkam. Das Wochentief lag bei 25.217,15 Punkten und wurde zum Wochenauftakt markiert. Insgesamt verlief die Woche trotz gelegentlicher Schwankungen mit einer deutlich aufwärts gerichteten Grundtendenz.

Stärkster Antrieb der Woche kam von Bayer, die mit einem Wochenplus von 13,41 Prozent auf 50,58 € den Spitzenplatz unter allen DAX-Werten belegten — ein auffälliger Ausreißer nach oben, der den Gesamtindex spürbar stützte. Dahinter folgten Deutsche Bank mit einem Zuwachs von 6,84 Prozent auf 30,08 € sowie adidas mit einem Plus von 6,61 Prozent auf 168,55 €. Auf der Verliererseite fiel Symrise mit einem Wochenminus von 8,67 Prozent auf 93,02 € besonders deutlich auf — der einzige DAX-Wert mit einem zweistelligen prozentualen Verlust. Vonovia büßte 3,69 Prozent auf 16,18 € ein, Beiersdorf verlor 1,73 Prozent auf 82,80 €. Damit zeigte die Woche ein klares Muster: Pharmawerte, Finanzwerte und Konsumgüteraktien aus dem oberen Segment legten zu, während defensive Konsumgüter und Immobilienwerte unter Druck standen.

Energieintensive Werte außer Automotive

BASF legte in der abgelaufenen Woche um 2,95 Prozent auf 53,46 € zu und bewegte sich damit knapp unterhalb der DAX-Gesamtperformance von 2,31 Prozent — wenngleich der Abstand gering ist, liegt der Wert leicht über dem Index. Heidelberg Materials gewann 1,97 Prozent auf 150,45 € und blieb damit schwächer als der Gesamtmarkt. Airbus gab hingegen 0,41 Prozent auf 192,44 € nach und schloss somit als einziger der drei Werte im leichten Minus. In der Summe lief die Gruppe der energieintensiven Industrie- und Chemiewerte damit schwächer als der DAX insgesamt, ohne jedoch dramatische Verluste zu verbuchen.

Automobilwerte in dieser Woche

Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. Die Gruppe zeigte sich in der abgelaufenen Woche insgesamt verhalten: Porsche Automobil Holding legte mit 2,73 Prozent auf 25,60 € am stärksten zu und übertraf dabei knapp den Gesamtindex. Daimler Truck gewann moderate 0,77 Prozent auf 40,54 €, Volkswagen gab leicht um 0,17 Prozent auf 69,62 € nach. BMW verlor 0,55 Prozent auf 57,80 €, Continental 0,60 Prozent auf 66,58 € und Mercedes-Benz Group 1,67 Prozent auf 40,68 €. Die Mehrheit der Automobilwerte blieb damit deutlich hinter der DAX-Wochenperformance zurück, was die anhaltende strukturelle Zurückhaltung der Anleger gegenüber der Branche unterstreicht.

Der DAX hat mit dem Wochengewinn von 2,31 Prozent seine Aufwärtsdynamik aus den Vorwochen bestätigt und notiert auf einem Niveau, das auf eine intakte mittelfristige Aufwärtsbewegung hindeutet. Das Wochenhoch bei 26.106,19 Punkten markiert dabei eine neue obere Orientierungsmarke. Sollte der Index in den kommenden Wochen nachhaltig über die 26.000-Punkte-Marke steigen, würde dies charttechnisch als weiteres Aufwärtssignal gewertet. Auf der Unterseite gilt das Wochentief von 25.217,15 Punkten als kurzfristige Unterstützungszone.

Die kommende Handelswoche

In der Woche vom 2. bis 6. November 2026 stehen für Marktbeobachter mehrere marktrelevante Termine im Fokus. Aus dem Euroraum werden Einkaufsmanagerindizes sowie erste Schätzungen zur Industrieproduktion erwartet, die Hinweise auf die Konjunkturentwicklung in der Region geben könnten. Aus den USA richtet sich der Blick auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls), der als wichtiger Stimmungsindikator für die weitere Zinspolitik der Federal Reserve gilt. Marktbeobachter werden zudem Aussagen aus dem Umfeld der US-Notenbank aufmerksam verfolgen. Im Bereich der Unternehmensberichte stehen weitere Quartalsergebnisse aus dem DAX und dem US-amerikanischen Markt an, die Impulse für Einzelwerte setzen dürften. An der Wall Street schloss die abgelaufene Handelswoche schwächer: Der S&P 500 verlor 0,78 Prozent auf 7.580,07 Punkte, der Dow Jones Industrial Average gab 1,05 Prozent auf 51.770,31 Punkte nach.

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