Die gestern zu Ende gegangene Handelswoche hat dem DAX einen Verlust von 1,58 Prozent eingebracht. Der Index eröffnete am Montag bei 26.464,14 Punkten und schloss gestern, am Freitag, bei 26.046,40 Punkten. Das Wochenhoch von 26.471,79 Punkten wurde bereits zu Beginn der Woche erreicht, das Wochentief von 25.727,93 Punkten markierte den tiefsten Stand der gesamten Handelswoche. Zwischen Hoch und Tief spannte sich damit eine Bandbreite von rund 744 Punkten auf – eine durchaus bewegte Woche, die von spürbarem Verkaufsdruck in einzelnen Segmenten geprägt war.
Als größte Wochengewinner stachen Volkswagen mit einem Plus von 5,01 Prozent auf 81,30 €, Commerzbank mit plus 4,50 Prozent auf 42,06 € sowie Continental mit einem Zuwachs von 2,43 Prozent auf 71,56 € heraus. Auffällig ist die Stärke im Banken- und Automobilsektor. Auf der Verliererseite dominierte Rheinmetall mit einem heftigen Wochenminus von 10,37 Prozent auf 1.034,00 € – der mit Abstand schwächste DAX-Wert der Woche. Dahinter folgten Siemens mit minus 5,66 Prozent auf 272,65 € und Fresenius mit einem Rückgang von 5,15 Prozent auf 43,63 €. Der massive Kursrückgang bei Rheinmetall deutet auf spezifische Nachrichten oder Gewinnmitnahmen nach der starken Vorperiode hin, während Siemens und der Gesundheitssektor ebenfalls nennenswerten Abgabedruck verzeichneten.
Energieintensive Werte außer Automotive
BASF, Heidelberg Materials und Airbus – drei Werte, die als besonders sensibel gegenüber Energie- und Rohstoffkosten gelten – lieferten in der abgelaufenen Woche ein gemischtes Bild. BASF legte um 1,00 Prozent auf 53,36 € zu und zeigte sich damit deutlich stärker als der Gesamtindex. Heidelberg Materials hingegen verlor 1,54 Prozent auf 166,60 € und blieb damit schwächer als der DAX. Airbus gab um 2,00 Prozent auf 198,90 € nach und zeigte sich ebenfalls schwächer als der Gesamtmarkt. In der Summe lief die Gruppe damit uneinheitlich: Während der Chemiekonzern BASF gegen den Markttrend zulegen konnte, befanden sich der Baustoffhersteller und der Luft- und Raumfahrtkonzern im Einklang mit dem allgemeinen Abgabedruck oder darunter.
Automobilwerte in dieser Woche
Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. In der abgelaufenen Woche war der Sektor ausgesprochen zweigeteilt: Volkswagen (+5,01 %), Continental (+2,43 %) und Mercedes-Benz Group (+1,58 %) lagen allesamt klar im Plus und übertrafen den Gesamtindex deutlich. BMW hielt sich mit einem leichten Plus von 0,29 Prozent auf 62,80 € knapp über der Nulllinie und zeigte sich damit stärker als der DAX. Daimler Truck hingegen verlor 2,52 Prozent auf 45,73 € und blieb damit schwächer als der Gesamtmarkt. Insgesamt war der Automobilsektor in dieser Woche eine der wenigen Stützen im DAX.
Der DAX bewegt sich nach dem Rückgang dieser Woche weiterhin in einem übergeordneten Bereich, der Fragen nach der Stabilität des laufenden Aufwärtstrends aufwirft. Mit dem Wochentief bei 25.727,93 Punkten wurde kurzfristig eine wichtige Unterstützungszone getestet. Ob es sich um eine normale Konsolidierung innerhalb eines intakten Aufwärtstrends oder um den Beginn einer tieferen Korrekturphase handelt, bleibt vorerst offen. Der Schlusskurs von 26.046,40 Punkten liegt spürbar unter der Wocheneröffnung, was technisch auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutet. Marktbeobachter werden in der kommenden Woche genau beobachten, ob die Käufer auf diesem Niveau zurückkehren.
Die kommende Handelswoche
In der neuen Handelswoche rücken mehrere makroökonomische Datenpunkte in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen unter anderem aktuelle Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone, darunter mögliche ZEW- und ifo-Veröffentlichungen, die weitere Hinweise auf den Zustand der deutschen Wirtschaft liefern könnten. Aus den USA könnten Inflationsdaten sowie weitere Arbeitsmarktindikatoren Bewegung in die Märkte bringen – Marktbeobachter werden diese Zahlen genau auf Signale für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Fed abklopfen. Auch etwaige Aussagen von Notenbankvertretern diesseits und jenseits des Atlantiks dürften aufmerksam verfolgt werden. An der Wall Street schloss der S&P 500 die abgelaufene Handelswoche mit einem moderaten Plus von 0,27 Prozent bei 7.718,60 Punkten, während der Dow Jones um 0,09 Prozent leicht nachgab und bei 53.414,25 Punkten aus dem Handel ging.
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