Erste Bilanz der Börsenwoche: DAX legt 1,33 % zu – KW 30 (20.07.–24.07.2026)

Heute am Samstag ist Zeit für eine erste Bilanz der Börsenwoche, die gestern zu Ende ging. Der DAX schloss gestern, Freitag, bei 25.099 Punkten und verzeichnete damit gegenüber dem Wocheneröffnungskurs von 24.769,15 Punkten am Montag ein Wochenplus von 1,33 %. Die Handelsspanne fiel dabei recht ordentlich aus: Das Wochentief lag bei 24.696,59 Punkten, das Wochenhoch bei 25.271,34 Punkten – ein Abstand von rund 575 Punkten, der auf eine durchaus bewegte, aber konstruktive Woche hindeutet. Unterm Strich bleibt ein freundliches Bild, das den Leitindex auf frischem Terrain oberhalb der 25.000er-Marke etabliert.

Die stärksten Impulse der Woche kamen von Daimler Truck Holding, die mit einem Wochengewinn von 8,49 % auf 45,99 € an der Spitze des DAX standen, gefolgt von Airbus SE mit einem Plus von 6,96 % auf 205,80 € sowie GEA Group mit einem Zuwachs von 5,56 % auf 63,55 €. Auf der Verliererseite fiel Scout24 mit einem Minus von 5,46 % auf 68,40 € am deutlichsten zurück; Bayer musste ebenfalls spürbar Federn lassen und verlor 4,14 % auf 46,06 €, während adidas mit einem Rückgang von 3,96 % auf 173,60 € den dritten Platz der schwächsten Werte belegte. Auffällig ist, dass auf der Gewinnerseite Industriewerte und Rüstung (Rheinmetall: +4,95 % auf 1.037,60 €) dominierten, während auf der Verliererseite neben dem Immobilienportal Scout24 vor allem Konsumgüter und klassische Automobilzulieferer unter Druck gerieten.

Energieintensive Werte außer Automotive

Bei den energieintensiven Industriewerten außerhalb der Automobilbranche zeigte sich ein gemischtes Bild. Airbus SE legte mit +6,96 % klar stärker zu als der Gesamtindex und profitierte damit überproportional von der positiven Marktstimmung – der Flugzeugbauer dürfte neben der allgemeinen Risikobereitschaft auch von Branchennachrichten beflügelt worden sein. BASF schloss die Woche mit einem bescheidenen Plus von 0,38 % auf 48,57 €; damit lief der Chemiekonzern spürbar schwächer als der DAX, was die anhaltend schwierige Kostensituation im Chemiesektor widerspiegelt. Heidelberg Materials verbuchte ein Wochenminus von 2,15 % auf 168,30 € und blieb damit ebenfalls deutlich hinter der Indexentwicklung zurück. Als Gruppe schnitten die energieintensiven Nicht-Automotive-Werte dank des starken Airbus-Ausreißers rechnerisch besser ab als es BASF und Heidelberg Materials für sich genommen nahelegen – ohne Airbus wäre die Gruppe klar schwächer als der Gesamtmarkt gelaufen.

Automobilwerte in dieser Woche

Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. Das Bild der Woche war innerhalb dieser Gruppe ausgesprochen gespalten: Daimler Truck stach mit einem Wochenplus von 8,49 % klar heraus und zählte damit zu den stärksten Werten im gesamten Index, während die übrigen fünf Automobilwerte allesamt schwächer als der DAX abschnitten. BMW verlor 2,30 % auf 56,96 €, Continental gab 2,15 % auf 70,08 € nach, Volkswagen büßte 1,54 % auf 71,46 € ein und Mercedes-Benz Group schloss mit einem Minus von 0,76 % auf 44,775 € kaum verändert, aber dennoch im Minus. Insgesamt zeigt sich damit ein Bild, in dem Nutzfahrzeuge (Daimler Truck) klar besser wegkamen als der klassische Pkw-Sektor, der unter anhaltenden Absatz- und Margenbedenken zu leiden scheint.

Der DAX setzt mit dem Wochenschluss oberhalb von 25.000 Punkten seine mittelfristige Aufwärtsbewegung fort. Das Jahreshoch bleibt in Reichweite, und der Index befindet sich in einer technisch konstruktiven Phase, die durch das Wochenhoch bei 25.271,34 Punkten unterstrichen wird. Rücksetzer wurden in dieser Woche konsequent gekauft – das Wochentief bei 24.696,59 Punkten fand rasch Unterstützung. Gemessen an der Jahresentwicklung 2026 hat sich der DAX damit als widerstandsfähig erwiesen, auch wenn das globale Umfeld mit geldpolitischen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen weiterhin Vorsicht gebietet.

Die kommende Handelswoche

In der kommenden Handelswoche (KW 31) rücken mehrere makroökonomische Daten in den Fokus: Marktbeobachter achten unter anderem auf den ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland sowie auf US-Konjunkturdaten, die weitere Hinweise auf die Zinspolitik der US-Notenbank Fed liefern könnten. Darüber hinaus stehen in der laufenden Berichtssaison weitere Quartalsberichte von DAX-Unternehmen auf der Agenda, die Impulse für Einzelwerte und möglicherweise auch für den Gesamtindex liefern dürften. Im geldpolitischen Kalender behalten Marktteilnehmer zudem mögliche Signale aus dem Euroraum im Blick, nachdem die EZB zuletzt vorsichtig agiert hatte. An der Wall Street schloss der S&P 500 die abgelaufene Handelswoche mit einem Minus von 1,03 % bei 7.411,98 Punkten, während der Dow Jones einen moderateren Rückgang von 0,40 % auf 51.947,25 Punkte verzeichnete.

Hinweis: Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Kursdaten stammen von EODHD; der Text wurde automatisiert mithilfe eines Sprachmodells erstellt.