Falsche Handwerker in Troisdorf: Seniorin um 5.000 Euro Goldschmuck gebracht

(Symbolbild)

In Troisdorf haben Betrüger am Dienstag, 7. Juli, mit einer perfiden Masche eine ältere Frau um wertvollen Schmuck gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt vor dieser weit verbreiteten Betrugsform.

Der erste Versuch scheiterte noch: Gegen 10:30 Uhr klingelte ein Mann an der Wohnungstür einer Seniorin in der Adolf-Friedrich-Straße. Er gab vor, ein Mitarbeiter der Stadtwerke zu sein und müsse die Wasserleitungen überprüfen. Die Bewohnerin vertraute ihrem Bauchgefühl, verweigerte dem Mann den Eintritt und schickte ihn weg. Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: etwa 40 bis 45 Jahre alt, circa 1,75 Meter groß, dunkles, etwas längeres, zurückgekämmtes Haar. Er trug ein Hemd, Krawatte, eine dunkle Jacke mit unbekanntem Abzeichen und eine dunkelblauе Hose.

Wenige hundert Meter entfernt versuchte es ein anderer Mann gut eineinhalb Stunden später in der Julius-Leber-Straße. Diesmal mit Erfolg: Die Bewohnerin ließ den vermeintlichen Handwerker herein, der ebenfalls vorgab, die Wasserleitungen überprüfen zu müssen. Im Badezimmer machte er sich am Wasserhahn zu schaffen – und schloss die Badezimmertür mehrfach, obwohl die Seniorin ihn ausdrücklich bat, das zu unterlassen. Die Wohnungstür blieb während dieser Zeit wahrscheinlich unverschlossen.

Als der Mann sein Handwerk beendete und die Wohnung verließ, überkam die Frau ein mulmiges Gefühl. Sie ging ins Schlafzimmer – und machte eine schreckliche Entdeckung: Ihre Schmuckschatulle mit Goldschmuck im Wert von schätzungsweise 5.000 Euro war gestohlen. Der Täter wird beschrieben als circa 1,65 Meter groß, blond, mit dunkler Hose und Jacke, die ein Logo trug. Er sprach akzentfreies Deutsch.

Die Kriminalpolizei des Rhein-Sieg-Kreises hat in beiden Fällen Ermittlungen eingeleitet und prüft einen möglichen Tatzusammenhang. Zeugen, die im Bereich der beiden Tatorte etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 02241/541-3221 zu melden.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche, von der besonders ältere Menschen betroffen sind. Das Wichtigste zum Schutz: Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Seien Sie misstrauisch bei unangemeldeten Besuchen, fordern Sie Ausweise ein und rufen Sie die angebliche Dienststelle an, um den Besuch zu verifizieren. Holen Sie sich Unterstützung durch Freunde oder Familie hinzu und alarmieren Sie im Zweifelsfall sofort die Polizei. Warnen Sie auch ältere Menschen in Ihrem Umfeld vor dieser Betrugsart.

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