Im Metronomzug von Hamburg nach Lüneburg ist am Mittwochvormittag eine 44-jährige Reisende aus Scharnebeck verhaftet worden, nachdem sie versucht hatte, ein Zugticket mit Falschgeld zu bezahlen. Der Vorfall ereignete sich am 8. Juli 2026 gegen 10:49 Uhr, kurz bevor der Zug den Lüneburger Bahnhof erreichte.
Während einer Ticketkontrolle fiel die Frau der Zugbegleiterin auf, weil sie keinen gültigen Fahrausweis vorweisen konnte. Sie bot daraufhin an, ein Ticket nachträglich zu lösen und übergab der Metronom-Mitarbeiterin eine 100-Euro-Banknote. Die Zugbegleiterin erkannte allerdings sofort, dass es sich um Falschgeld handelte, und verständigte die Lüneburger Bundespolizei.
Die Bundespolizisten nahmen die 44-Jährige noch auf dem Bahnsteig in Empfang und brachten sie zur Bundespolizeiwache. Bei einer Durchsuchung fanden sie bei ihr vier weitere gefälschte 100-Euro-Scheine – insgesamt also fünf Falschgeldnoten. Die Überprüfung ihrer Personalien führte zu einer weiteren Überraschung: Die Frau war zur Festnahme ausgeschrieben. Das Amtsgericht Lüneburg hatte 2025 einen Untersuchungshaftbefehl gegen sie wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die 44-Jährige zur Richtervorführung an die Lüneburger Polizei überstellt. Die Bundespolizisten leiteten zudem ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Inverkehrbringens von Falschgeld ein.