Flensburg: Polizei fahndet nach Anschlägen auf fünf Parteibüros

Tatverdächtiger

Nach einer Serie von Anschlägen auf Parteibüros in Flensburg fahndet die Polizei mit Überwachungsbildern nach einem Unbekannten. Betroffen waren am Osterwochenende die Büros von SSW, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU und Die Linke.

An den Parteibüros von SSW, CDU und SPD brachte der Täter Graffiti in den Farben der Deutschlandflagge an. Bei den Büros von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke fand die Polizei Brandsätze – sogenannte Molotow-Cocktails. Zu einem vollständigen Brand kam es nicht, allerdings entstanden Rußanhaftungen und oberflächliche Beschädigungen an den Außenwänden. Außerdem wurden Fensterscheiben mehrerer Parteibüros beschädigt.

Der Gesamtschaden wird auf einen Betrag im unteren vierstelligen Bereich geschätzt. Die Anschläge ereigneten sich zwischen dem 5. und 7. April 2026 in der Flensburger Innenstadt.

Die Ermittlungen des Staatsschutzes führten bislang nicht zur Identifizierung des Tatverdächtigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg ordnete das Amtsgericht die Veröffentlichung von Überwachungsbildern an, die den mutmaßlichen Täter an einem Tatort zeigen.

Der Gesuchte wird als eher klein beschrieben und dürfte etwa 170 Zentimeter groß sein. Besonders auffällig ist ein etwa 20 Zentimeter langer, geflochtener, dünner Kinnbart, den er zum Zeitpunkt der Tat trug.

Zeugen und Hinweisgeber können sich beim Staatsschutz der Bezirkskriminalinspektion Flensburg unter der Telefonnummer 0461 4840 oder per E-Mail an k5.flensburg.bki@polizei.landsh.de melden.

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