Freiburg erarbeitet Hochwasserschutzkonzept

Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung hat eine Hochwasserschutzkonzeption für Freiburg in Arbeit. Das teilt die Stadt in einer Informationsvorlage (Drucksache) an den Bau- und Umlegungsausschuss mit, die dieser zur Kenntnis nimmt.

Hintergrund ist ein Antrag der CDU-Fraktion vom Januar 2003, in dem die Verwaltung aufgefordert wurde, bis Ende Juni über den Stand der Hochwasserschutzplanung zu berichten. Auch ein Stadtrat und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatten Berichterstattung angefordert.

Grundlage bildet ein neuer Generalentwässerungsplan, den der Eigenbetrieb derzeit erarbeiten lässt. Diese Planung soll künftige Aufgaben der Stadtentwässerung prägen. Dabei wird auch untersucht, wie die Freiburger Nebengewässer der Dreisam bei Starkregen leistungsfähig genug sind. Ergebnisse werden 2003/2004 erwartet und fließen in den neuen Flächennutzungsplan ein.

Das Ingenieursbüro Ernst & Co. schlägt eine schrittweise Vorgehensweise vor: Stufe 1 konzentriert sich auf St. Georgener Dorfbach, Bohrerbach/Hölderlebach und Glasbach. Stufe 2 umfasst übrige Gewässer und Problembereiche.

Ein Beispiel ist der Hölderlebach in der Wiehre: Im Bereich Schwimmbadstraße und Lorettostraße besteht Überschwemmungsgefahr, da Durchlässe kein ausreichendes Abflussprofil haben. Lösungsansätze sind ein Hochwasserrückhaltebecken oder Retentionsflächen auf der Breitmatte vor Günterstal. Dort könnten auf etwa zehn Hektar Retentionsraum und ökologische Aufwertung kombiniert werden.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Konzeption: Es übernimmt Untersuchungen für die Dreisam und stellt 50 Prozent Zuschuss für Hochwassergefährdungskarten in Aussicht.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg