Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit der Genehmigung einer außerplanmäßigen Auszahlung in Höhe von 278.840 Euro für eine Abbundmaschine an der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule. Eine Abbundmaschine ist eine CNC-gesteuerte Holzzuschnittanlage, die digital konstruierte Werkstücke aus größeren Kanthölzern bearbeitet.
Die Anschaffung wurde bereits Ende 2017 zwischen Schulleitung und Stadtverwaltung geplant. Die Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule ist eine von vier großen Bauberufsschulen in Baden-Württemberg mit dem Schwerpunkt Holz und einer angeschlossenen Meisterschule. Die Schulen in Stuttgart und Karlsruhe verfügen bereits über solche Maschinen, Biberach hat Zugang zu einer in unmittelbarer Nachbarschaft.
Die Maschine ist notwendig, um die Schule an die steigenden Anforderungen der Digitalisierung im Handwerk anzupassen. Die Finanzierung erfolgt durch Restmittel aus Schuletats, die in Folgejahre übertragen wurden. Die Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule trug Teile selbst auf, weitere Restmittel anderer beruflicher Schulen wurden zusammengeführt — eine übliche Praxis zwischen den Schulen.
Das Amt für Schule und Bildung hatte versäumt, vor Ausschreibung und Vergabe die Genehmigung des Haupt- und Finanzausschusses (ein kommunales Kontrollorgan) einzuholen. Nach Bekanntwerden wurde die Produktion gestoppt. Nun wird die nachträgliche Genehmigung der außerplanmäßigen Ausgabe beantragt. Die Haushaltsmittel stehen im Ergebnishaushalt (Haushaltsbereich für laufende Aufwendungen) zur Verfügung.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg