Freiburg: Kinder- und Jugendhilfe 2019 – Rechnungsergebnis vorgelegt

Der Gemeinderat Freiburg hat sich in seiner Sitzung vom 30. Juni 2020 mit dem Rechnungsergebnis (RE) der Kinder- und Jugendhilfe für 2019 befasst. Eine Informationsvorlage (ein Bericht zur Kenntnisnahme, ohne bindenden Beschluss) legte dar, wie sich die Finanzen in diesem Bereich entwickelt haben.

Im Jahr 2019 entstanden in der Kinder- und Jugendhilfe Minderaufwendungen von etwa 2,47 Millionen Euro. Gleichzeitig fielen aber Mindererträge von rund 4,37 Millionen Euro an. Unterm Strich resultierte daraus eine zusätzliche Belastung des Haushalts von knapp 1,9 Millionen Euro. Die geplanten Erträge lagen bei etwa 20,4 Millionen Euro, tatsächlich kamen nur 16,1 Millionen Euro herein. Bei den Ausgaben: geplant waren etwa 66,3 Millionen Euro, ausgegeben wurden etwa 63,8 Millionen Euro.

Parallel informierte die Stadt über Fallzahlen und Kostenentwicklungen für 2020. Laut Vorlage zeichnete sich damals ein Anstieg bei stationären Hilfen ab – also bei Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen außerhalb ihrer Familien. Dies hänge mit steigenden Kinderschutzfällen zusammen. Bei solchen Fällen gebe es oft keine Alternativen zu stationären Maßnahmen, und der Betreuungsaufwand sei deutlich höher. Rückläufig waren dagegen die Fallzahlen der Unbegleiteten Minderjährigen Ausländer (UMA). Außerdem erwähnt die Vorlage das sogenannte Starke-Familien-Gesetz, das den Eigenanteil am Mittagessen senkt und Familien mit geringen und mittleren Einkommen finanziell entlastet.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg