Freiburg lenkt Schülerströme an Gymnasien um

Der Ausschuss für Schulen und Weiterbildung hat sich mit der Situation an den Freiburger Gymnasien befasst. Hintergrund ist ein weiterer Anstieg der Schülerzahlen in den kommenden Jahren.

Nach der aktuellen Schulstatistik 2002/03 besuchen derzeit 808 Schülerinnen und Schüler die Klassenstufe 5 der Freiburger Gymnasien. Die bisherige Prognose war von 800 Schülern ausgegangen. Grund für die höheren Zahlen: In Klasse 4 der Grundschulen sind bereits 1.575 Kinder registriert statt der erwarteten 1.510. Hinzu kommt, dass in einzelnen Klassenstufen einiger Gymnasien die Klassenfrequenz (Klassengröße) nahe am Klassenteiler liegt, weshalb weitere Klassenteilungen notwendig werden könnten.

Um die Belastung auf mehrere Schulen zu verteilen, hat die Stadt Freiburg mit dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und dem Oberschulamt Freiburg Gespräche geführt. Ergebnis: Das Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten, das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Gundelfingen und das Faust-Gymnasium in Staufen können noch Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium soll Schüler aus der March übernehmen und damit das Wentzinger-Gymnasium entlasten. Schüler aus Ebringen und Schallstadt, die derzeit das Theodor-Heuss-Gymnasium besuchen, könnten zum Faust-Gymnasium wechseln – eine Schulbusverbindung existiert bereits.

Wichtig ist dabei: Abweisungen dürfen nicht nach Wohnort erfolgen, sondern nur nach zumutbarer Erreichbarkeit. Um die geplante Lenkung zu unterstützen, sollen künftig Elterninformationsabende in den betreffenden Landkreisgemeinden von den Gymnasien des Landkreises und nicht von Freiburger Gymnasien durchgeführt werden. Die Öffentlichkeit wurde bereits am 22. Januar 2003 informiert.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg