Freiburg nimmt Stellung zur B-31-neu-Anschlußstelle Schwarzwaldstraße

Der Gemeinderat Freiburg hat sich mit der geplanten Änderung der Anschlußstelle Schwarzwaldstraße im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 31 befasst. Es geht um eine sogenannte Planfeststellung (Verfahren zur behördlichen Genehmigung von Straßenbaumaßnahmen). Die Stadt wird eine Stellungnahme gegenüber dem Regierungspräsidium abgeben.

Hintergrund ist ein gerichtlicher Vergleich von 1992, in dem sich Bund, Land und Stadt verpflichtet haben, die Anschlußstelle als kreuzungsfreie Lösung auszubilden. Damit sollen bessere Verkehrsanbindung, geringere Lärm- und Abgasbelastung und weniger Eingriffe in städtebauliche Substanz erreicht werden. Der Knoten soll zudem für einen künftigen Stadttunnel nutzbar sein.

In ihrer Stellungnahme macht die Stadt konkrete Änderungsvorschläge: Beim Individualverkehr fordert sie etwa eine Rechtsabbiegespur statt geplanter Linksabbieger, um Rückstau im Tunnel zu vermeiden. Beim öffentlichen Nahverkehr verlangt die Stadt, daß ein zweigleisiger Straßenbahnbetrieb in jeder Bauphase gewährleistet bleibt. Die Haltestelle Bürgerwehrstraße muß erhalten bleiben.

Beim Radverkehr und für Fußgänger fordert die Stadt, bestehende Radverkehrsbeziehungen zu erhalten und neue Radwege auf Bundeskosten herzustellen. Sie verlangt außerdem, daß Grenz- und Richtwerte für Luftschadstoffe im Tunnel und im Nahbereich eingehalten werden — unter anderem für Kohlenmonoxid, Stickoxide, Benzol und Ruß.

Die Verwaltung wurde beauftragt, diese Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren einzureichen. Ein öffentlicher Erörterungstermin ist nach Ostern 1994 vorgesehen.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg