Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit der 28. Änderung des Flächennutzungsplans 2020 für den Bereich ‚Güterbahnhof-Nord 2. Teilabschnitt‘. Das etwa 1,4 Hektar große Plangebiet liegt im Stadtteil Brühl und wird begrenzt durch das Areal der ehemaligen Lokhalle und der Paul-Ehrlich-Straße im Nordwesten, die Ingeborg-Krummer-Schroth-Straße im Osten sowie die Eugen-Martin-Straße im Südwesten.
Ziel der Planung ist die Ansiedlung eines ortsansässigen Unternehmens mit voraussichtlich 200 Arbeitsplätzen auf dem Baufeld D2. Das Unternehmen plant dort seine Konzernzentrale mit ausschließlich Büronutzung, firmeninternen Seminartätigkeiten und einer Kantine. Der Gemeinderat hatte bereits im Dezember 2018 dieser Ansiedlung zugestimmt und den Handlungsspielraum dafür geschaffen.
Parallel zur Flächennutzungsplanänderung läuft ein Bebauungsplanänderungsverfahren (4. Änderung des 2. Teilbebauungsplans). Die aktuelle Fassung des Flächennutzungsplans stellt das Baufeld D2 als gemischte Baufläche dar. Künftig soll es als gewerbliche Baufläche dargestellt werden. Dies ist erforderlich, um den städtebaulichen Entwicklungsauftrag erfüllen zu können. Gleichzeitig wird die Geschossflächenzahl von 2,0 auf 2,3 erhöht, um das Areal nachzuverdichten.
Ein wichtiger Bestandteil der Planung ist die Sicherung des Umfangs der Flächen, die der Stadt für Maßnahmen im geförderten Mietwohnungsbau unentgeltlich übertragen werden.
Die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung (Bürgerbeteiligung) ist für Januar 2020 vorgesehen, der Offenlagebeschluss im 2. Quartal 2020 und der Feststellungsbeschluss im 4. Quartal 2020 geplant. Ansprechpartner ist Herr Oschwald vom Stadtplanungsamt.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg