Der Gemeinderat Freiburg hat sich mit der Sanierung der Bundesstraßen 31 und 31a im Bereich zwischen Kronenbrücke und Schwabentorbrücke befasst. Die Straßen befinden sich in städtischer Baulast und weisen erhebliche Verschädigungen auf.
Das Tiefbauamt begründet die notwendige Sanierung mit dem baulichen Zustand: Der Asphaltbelag stammt aus den 1960er Jahren und ist den gestiegenen Verkehrslasten nicht mehr gewachsen. 1993 wurden auf diesem Abschnitt täglich etwa 42.000 Fahrzeuge gemessen, darunter 2.600 Lastkraftwagen und 1.600 Lastzüge. Hinzu kommt: Die zulässigen Achslasten für Lastkraftwagen sind durch die Harmonisierung des Lkw-Verkehrs in der EG erheblich gestiegen – von 7,5 Tonnen im Jahr 1965 auf 11,5 Tonnen seit 1992. Im grenzüberschreitenden Verkehr sind sogar 13 Tonnen erlaubt.
Die Folgen sind starke Verdrückungen und Deformationen im Asphaltbelag, die besonders bei Nässe und Schnee zur Verkehrsgefahr werden. Auch Motorrad- und Radfahrer sind durch aufstehende Wulste gefährdet.
Das Tiefbauamt hatte zwei Sanierungsvarianten prüfen lassen. Variante A – ein Komplettausbau mit neuer Dimensionierung – würde etwa 3,2 Millionen DM kosten. Die Verwaltung entschied sich für Variante B (Teiloberbausanierung): Sie soll zumindest für die nächsten zehn Jahre Verkehrssicherheit herstellen.
Der Gemeinderat genehmigte den 1. Bauabschnitt (Dreisam-, Schreiber-, Lessing- und Schillerstraße) mit Kosten von 700.000 DM. Die Arbeiten sollen ab März 1994 laufen und etwa vier Wochen dauern. Für den 2. Bauabschnitt (Knoten Schwabentorbrücke, Tröge Ochsenbrücke) werden Mittel beim nächsten Doppelhaushalt angemeldet.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg