Der Gemeinderat Freiburg nimmt den Energiebericht 1993 zur Kenntnis. Das Hochbauamt berichtet über ein Mehrjahresprogramm, das seit 1979 läuft und Energieverbräuche in städtischen Gebäuden senken soll. 1993 standen dafür 1,4 Millionen Deutsche Mark und für bauphysikalische Maßnahmen 0,2 Millionen Deutsche Mark zur Verfügung.
Im Heizbereich gelang eine deutliche Reduktion: Der Jahresverbrauch sank von durchschnittlich 107.700 Megawattstunden (1979) auf 82.910 Megawattstunden (1993). Umgerechnet auf denselben Gebäudestand wie 1979 betrug die Einsparung 40,4 Prozent. Schulen machen etwa 60 Prozent des Energieverbrauchs aus, Ämter und Bäder je etwa 18 Prozent. Erreicht wurde dies durch neue Kessel, Thermostatventile, Wärmedämmungen und Temperaturabsenkungen.
Bei Strom konnte der Verbrauch 1993 nicht gesenkt werden, da neue Gebäude und der Ausbau von EDV-Netzen einen Anstieg bewirkten – trotz Zeitschaltuhren, Energiesparleuchten und Taglichtsteuerungen. Im Wasser- und Abwasserbereich sank die Menge von 1,5 auf 1,1 Millionen Kubikmeter jährlich.
Finanziell zahlte sich das Programm aus: Von 1980 bis 1993 wurden Gesamteinsparungen von etwa 31,4 Millionen Deutsche Mark erreicht (Heizung, Wasser, Strom). Den Investitionskosten von 9,1 Millionen Deutsche Mark steht somit ein positives Ergebnis gegenüber. Zusätzlich reduzierten sich Schadstoffemissionen wie Schwefeldioxid um 62 Prozent und Kohlendioxid um 29 Prozent.
Für 1994 und die Folgejahre sind weitere Investitionen geplant. Schwerpunkt sollen künftig Maßnahmen im Strombereich sein.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg