Freiburg startet Sanierungsverfahren am Breisacher Hof

Der Gemeinderat Freiburg beschließt die Einleitung vorbereitender Untersuchungen für das Sanierungsgebiet Breisacher Hof. Das Verfahren ist ein formaler Schritt, um die spätere Festlegung als Sanierungsgebiet vorzubereiten.

Die vorbereitenden Untersuchungen dienen der Beurteilungsgrundlage für die künftige Sanierung. Dabei werden die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse erfasst und bewertet. Eine detaillierte Bestandsanalyse soll städtebauliche Missstände aufzeigen und Sanierungsziele ableiten. Auch mögliche nachteilige Auswirkungen auf Betroffene werden berücksichtigt. Aus den Erkenntnissen wird die Abgrenzung des Sanierungsgebiets erarbeitet und ein gebietsbezogenes integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept unter Bürgerbeteiligung erstellt.

Das Gebiet des ehemaligen, um 1900 errichteten Kasernenensembles befindet sich überwiegend im Eigentum der Freiburger Stadtbau GmbH und der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG. Die Stadt Freiburg hatte im Oktober 2019 die Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm beantragt und erhielt im April 2020 den Zuwendungsbescheid für das Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt.

Für die vorbereitenden Untersuchungen werden Kosten von etwa 50.000 Euro geschätzt. Davon übernimmt das Förderprogramm rund 30.000 Euro, die Stadt Freiburg trägt einen Eigenanteil von etwa 20.000 Euro. Insgesamt steht ein Förderrahmen von 2.000.000 Euro zur Verfügung (Bundes- und Landesfinanzhilfen: 1.200.000 Euro, städtischer Eigenanteil: 800.000 Euro).

Die Untersuchungsergebnisse sollen voraussichtlich im vierten Quartal 2021 vorliegen. Danach kann der Gemeinderat das Sanierungsgebiet formal durch Erlass einer Sanierungssatzung festlegen und erste Baumaßnahmen beginnen.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg