Freiburg: Verwaltung soll über Schwermetalle in Dachstühlen aufklären

Der Gemeinderat Freiburg hat sich mit einer Vorlage (ein Beschlussantrag der Verwaltung) zur Belastung von Dachstühlen durch Schwermetalle wie Blei und Cadmium befasst. Das Bauordnungsamt hatte einen Zwischenbericht vorgelegt, der die bisherigen Erkenntnisse zusammenfasst.

Die Verwaltung hatte bereits eine 500-Meter-Zone um die früheren Gießereihallen Im Grün festgelegt, in der bei Baumaßnahmen an Dachstühlen Schwermetallanalysen erforderlich sind. Außerhalb dieser Zone reichen die bisherigen 26 Messwerte jedoch nicht aus, um generell Analysen verpflichtend zu machen.

Der Gemeinderat beschloss, dass die Verwaltung eine ausführliche Information für die Bevölkerung erarbeiten soll. Dies soll Bürgern helfen, mögliche Gefahren zu erkennen und angemessen zu reagieren. Die Öffentlichkeitsarbeit kann dem Beschluss zufolge schnell umgesetzt werden und erfasst auch Baumaßnahmen, für die keine Genehmigung nötig ist.

Parallel soll die Verwaltung weitere Schwermetallanalysen auswerten. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass in etwa sechs Monaten ausreichend Messdaten vorliegen, um zu entscheiden, ob auch außerhalb der 500-Meter-Zone ein konkreter Gefahrenverdacht besteht. Dann könnte eine Verpflichtung zu Analysen im Baugenehmigungsverfahren rechtlich begründet werden.

Der Verwaltungs- und Finanzausschuss soll innerhalb eines Jahres über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen berichten. Die Verwaltung hat zudem Kontakt mit dem Umweltbundesamt aufgenommen, da bundesweit bislang wenig Erkenntnisse zu Schwermetallbelastungen in Städten vorliegen.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg