Der Landkreis Sigmaringen beschäftigt die Polizei derzeit mit mehreren Verkehrsunfällen. Der schwerste Fall ereignete sich bereits am 24. Juni auf der Straße Zum Eichberg in Pfullendorf: Eine 84-jährige Beifahrerin ist an den Folgen des Unfalls verstorben. Die Verkehrspolizei Sigmaringen sucht nun weitere Zeugen, die kurz vor dem Unfall an der Unfallörtlichkeit vorbeigelaufen sind und das spätere Geschehen möglicherweise mitbekommen haben. Auch eine Frau, die Erste Hilfe geleistet hat, wird gesucht – sie hat sich der Polizei bislang nicht gemeldet. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 07571/104-0 zu melden.
Ein rätselhafter Unfall ereignete sich am Mittwochvormittag auf dem Parkplatz des Klinikums in Sigmaringen in der Hohenzollernstraße. Ein 91-jähriger Autofahrer wollte seinen VW gegen 10 Uhr starten und verlor dabei die Kontrolle über die Pedale. Der Wagen schoss nach vorne, durchbrach einen Zaun, fuhr ein Stück die Böschung hinab und blieb dort in instabiler Lage stehen. Der Senior konnte sich selbst unverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Die Feuerwehr sicherte das Auto gegen weiteres Abrutschen und barg es anschließend. Der Sachschaden wird auf rund 1.500 Euro geschätzt.
Ebenfalls am Mittwochabend kam es in Pfullendorf zu einem Unfall zwischen einem E-Scooter und einem Auto. Ein 20-jähriger E-Scooter-Fahrer kollidierte kurz nach 18 Uhr an der Ecke Am Litzelbacherweg/Otterswangerstraße mit einem Pkw einer 29-Jährigen. Der junge Mann zog sich leichte Verletzungen zu und wurde zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht.
Am Mittwochmittag ereignete sich auf der L 195 zwischen Aach-Linz und Herdwangen ein Überholunfall mit 15.000 Euro Sachschaden. Ein 76-jähriger Skoda-Fahrer übersah kurz vor 13 Uhr, dass er selbst bereits von einer 69-jährigen Wohnmobil-Lenkerin überholt wurde, und setzte seinerseits zum Überholen eines Lkw an. Die beiden Fahrzeuge streiften sich beim Ausscheren. Verletzt wurde niemand.
Zu einer anderen Art von Vergehen ermittelt die Polizei in Beuron: Zwei Motorradfahrer müssen mit straf- und führerscheinrechtlichen Konsequenzen rechnen. Am Sonntagnachmittag der Vorwoche, 5. Juli, wurden die beiden Biker in Hausen im Tal von einer Geschwindigkeitsmessanlage aufgezeichnet. Während einer der Fahrer bei zulässigen 30 km/h mit über 150 km/h gemessen wurde, fuhr der zweite mit 100 km/h durch die Anlage. Die Polizei wertet dies als Verdacht auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen und ermittelt gegen beide Fahrer.