Am Samstagabend hat die Bundespolizei einen mit Haftbefehl gesuchten 30-Jährigen im Hauptbahnhof Osnabrück festgenommen. Der Syrer muss nun für rund zwei Monate ins Gefängnis.
Eine Streife der Bundespolizei fiel der Mann gegen 19:45 Uhr auf, nachdem es zu Streitigkeiten am Bahnhof gekommen war. Bei der anschließenden Kontrolle verglichen die Beamten seine Personaldaten mit dem Fahndungssystem – und wurden fündig: Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte eine Ausschreibung zur Festnahme gegen den 30-Jährigen erlassen.
Der Grund: Das Gericht hatte den Syrer wegen Körperverletzung sowie Widerstand und tätlichem Angriff gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen verurteilt. Hätte der Mann sofort eine Geldstrafe von 3.600 Euro bezahlt, wäre er dem Gefängnisaufenthalt entgangen. Da er den haftbefreienden Betrag jedoch nicht aufbringen konnte, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt eingeliefert.