Ermittlungsbehörden sind am 9. Juni 2026 in einer koordinierten Aktion gegen ein international tätiges Netzwerk des organisierten Drogenhandels vorgegangen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg vollstreckte gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA), der Polizei Nordrhein-Westfalen, der Steuerfahndung und in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Varna in Bulgarien richterliche Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Duisburgs an insgesamt 15 Objekten. Die Maßnahmen fanden gleichzeitig in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bulgarien statt.
Bei den Durchsuchungen stellten die Behörden umfangreiches Beweismaterial sicher: eine scharfe Schusswaffe, etwa 20.000 Euro Bargeld und eine erhebliche Menge Betäubungsmittel. Die Auswertung der sichergestellten Beweise läuft noch.
Bei den Maßnahmen wurde einer der Hauptbeschuldigten vorläufig festgenommen. Gegen ihn besteht der dringende Tatverdacht des bewaffneten Handels mit Cannabis und des gewerbsmäßigen Handels mit Cannabis jeweils in großer Menge. Er wurde dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dinslaken vorgeführt, der über Untersuchungshaft entschied.
Die Ermittlungen richten sich gegen ein Netzwerk aus elf Beschuldigten verschiedener Nationalitäten im Alter zwischen 26 und 63 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, ein Firmennetzwerk aufgebaut und betrieben zu haben, um erhebliche Drogenmengen aus Südamerika und Thailand auf dem See- und Luftweg illegal nach Deutschland einzuführen. Bei bisherigen Ermittlungen stellten die Behörden bereits 140 Kilogramm Marihuana sicher.
Das Netzwerk steht zudem im Verdacht, mehrere Millionen Euro ins Ausland transferiert zu haben, deren Herkunft noch unklar ist.
Die Ermittlungen werden wegen bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln und Cannabis in großer Menge, Geldwäsche und Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall geführt.
Die Ermittlungen und der Einsatz erfolgten in enger Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main sowie dem Gemeinsamen Finanzermittlungszentrum von Justiz, Polizei und Finanzbehörden in Hessen. Diese führen in einem separaten Verfahren umfangreiche Ermittlungen gegen eine parallel tätig werdende Tätergruppe mit Schwerpunkt in Hessen.
Quelle: Pressemitteilung des Bundeskriminalamts vom 10. Juni 2026. Original beim Bundeskriminalamt.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.