Großeinsatz gegen Jugendkriminalität in Gelsenkirchen: Über 140 Personen kontrolliert

(Symbolbild)

Bei einem groß angelegten Einsatz gegen Kinder- und Jugendkriminalität haben Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst in Gelsenkirchen am Donnerstag, 23. April 2026, mehr als 140 Kinder und Jugendliche überprüft. Die Sonderkommission Jugend war von 13 bis 20 Uhr im gesamten Stadtgebiet mit starker Präsenz unterwegs und kombinierte Kontrollen, Aufklärung und Prävention.

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf bekannte Treffpunkte und Bereiche, die in der Vergangenheit wiederholt aufgefallen sind. Sowohl zivile als auch uniformierte Beamte sorgten für eine hohe Sichtbarkeit während des siebenstündigen Einsatzes. Neben den Identitätsfeststellungen führten die Polizisten mehrere Durchsuchungen durch, bei denen ein Messer sichergestellt wurde. Polizeibekannte Jugendliche wurden zur Polizeiwache verbracht und dort erkennungsdienstlich behandelt.

Im Wissenschaftspark stellten zivile Kräfte drei mutmaßliche Drogendealer. Die beiden 17-Jährigen aus Bochum und Essen sowie ein 23-jähriger Bottroper wurden für weitere polizeiliche Maßnahmen ebenfalls zur Wache gebracht. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten direkte Ansprachen bei den Kindern und Jugendlichen: Die Beamten führten insgesamt acht sogenannte Gefährderansprachen durch.

Im DGB-Haus suchten Einsatzkräfte der Kriminalprävention und des Opferschutzes den Austausch mit rund 40 Kindern und Jugendlichen und sensibilisierten diese für Risiken und Konsequenzen delinquenten Verhaltens. „Wir gehen dorthin, wo sich junge Menschen aufhalten und zeigen klar Präsenz“, erklärt Kriminaloberrat Benjamin Thom, Leiter der Soko Jugend. „Dabei geht es nicht nur um Kontrollen, sondern auch um Kommunikation und Prävention. Unser Ziel ist es zum einen, frühzeitig einzuwirken und Entwicklungen gar nicht erst eskalieren zu lassen, und zum anderen konsequente Grenzen aufzuzeigen.“

Die Einsätze der Soko Jugend sind Teil einer fortlaufenden Strategie. Polizei und Ordnungspartner sind täglich im Einsatz, um Kinder- und Jugendkriminalität konsequent zu begegnen – das heißt sichtbar, ansprechbar und mit abgestimmten Maßnahmen.

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