Häusliche Gewalt in Stade: 150 Nachbarn behindern Polizeieinsatz

Pressebild "Häusliche Gewalt" www.polizei-beratung.de

Ein Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt in Stade ist am gestrigen Abend eskaliert: Etwa 150 Personen aus der Nachbarschaft und dem Verwandtenkreis versammelten sich vor dem Haus in der Grünendeicher Straße und behinderten teilweise die Maßnahmen der Polizei und des Rettungsdienstes.

Die Polizei war gegen 20:25 Uhr alarmiert worden, nachdem es zwischen einem Ehepaar zu einer Auseinandersetzung gekommen war, bei der möglicherweise auch mit einem Messer gedroht worden war. Das 43-jährige Opfer hatte sich zu einem Nachbarn geflüchtet, der die Beamten verständigte.

Als die ersten Polizisten eintrafen, wollte der 48-jährige Verursacher aggressiv auf sie losgehen. Die Beamten wehrten ihn ab, dabei kam der Mann zu Sturz und verletzte sich leicht. Der 48-Jährige war alkoholisiert, teilte die Polizei mit.

Vor Ort befand sich auch eine hochschwangere weitere Angehörige. Zur ihrer medizinischen Versorgung forderten die Polizisten den Rettungsdienst an. Erst nachdem die Polizei mehrere Streifenwagen auch aus umliegenden Dienststellen anforderte, konnte der Abtransport der Patienten erfolgen.

Um eine weitere mögliche Auseinandersetzung zu verhindern, sicherten Polizeikräfte die Eingänge des Elbeklinikums und die akute Versorgung der jungen Frau ab. Dort erschienen dann aber nur Familienangehörige, sodass die Beamten nach und nach wieder entlassen werden konnten.

Der 48-Jährige verließ das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung selbstständig. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

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