Die Böden in Hamburg und Umgebung zeigen laut dem UFZ Dürremonitor vom 12. Mai 2026 weiterhin deutliche Trockenheitszeichen. Während die östlichen Landesteile in den orangefarbenen Bereich außergewöhnlicher Dürre abrutschen, verharren die westlichen Gebiete der Hansestadt im gelben Bereich ungewöhnlicher Trockenheit.

Besonders betroffen sind die östlichen Stadtteile Hamburgs sowie die angrenzenden Regionen in Schleswig-Holstein, wo der Soil Moisture Index (SMI) des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung kritische Werte erreicht. Die westlichen Bereiche der Stadt zeigen mit gelben Markierungen zwar eine etwas bessere Bodenfeuchte, liegen aber noch immer deutlich unter den normalen Werten für diese Jahreszeit. Nur vereinzelte Gebiete im äußersten Westen weisen normale Feuchteverhältnisse auf.
An der angespannten Bodensituation ändern auch die 9,9 Millimeter Niederschlag der vergangenen Woche wenig. Die geringen Regenmengen bei gleichzeitig milden Temperaturen um 10 Grad reichen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Auch die für die kommenden drei Tage erwarteten 4,2 Millimeter Niederschlag werden bei den prognostizierten Höchsttemperaturen von 13,3 Grad nur oberflächlich wirken – für eine Erholung der Bodenwasserreserven sind deutlich ergiebigere und länger anhaltende Regenfälle nötig.
Für die Hamburger Landwirtschaft bedeutet die anhaltende Trockenheit eine Herausforderung bei der Frühjahrsbestellung. Gartenbesitzer sollten ihre Bewässerung an die trockenen Böden anpassen, während die städtische Wasserversorgung die Entwicklung aufmerksam verfolgen muss. Besonders die Stadtbäume leiden unter dem Wassermangel im Boden, was sich in den kommenden Sommermonaten verstärkt zeigen könnte.
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