Hamburger Polizei zieht Bilanz: 4.028 Geschwindigkeitsverstöße bei europaweiter Kontrollaktion

(Symbolbild)

Die Hamburger Polizei hat am Donnerstag mit über 180 Beamtinnen und Beamten an der europaweiten Verkehrssicherheitsaktion „ROADPOL Speed“ teilgenommen. Von 06:00 bis 22:00 Uhr führten Einsatzkräfte der Verkehrsdirektionen, Polizeikommissariate, Landesbereitschaftspolizei und Wasserschutzpolizei im gesamten Stadtgebiet mobile und stationäre Verkehrskontrollen durch.

Schwerpunkt der Aktion war die Überwachung von Geschwindigkeitsmissachtungen. Die Polizei überprüfte insgesamt 465 Personen und 466 Fahrzeuge. Das Ergebnis: 4.028 Verstöße gegen die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten – eine Summe, die auch die Ergebnisse aller mobilen und stationären Geschwindigkeitsmessanlagen im Kontrollzeitraum einschließt.

Neben den Geschwindigkeitsverstößen registrierten die Beamten weitere Verkehrsverstöße: 41 Fälle verbotswidriger Handynutzung (davon einen Fall beim Radfahren), 13 Verstöße gegen die Anschnallpflicht, 23 Fehler beim Abbiegen oder Wenden, 13 Fälle, in denen Kinder nicht oder nicht ordnungsgemäß gesichert waren, fünf Rotlichtverstöße und 81 sonstige Verstöße. Im ruhenden Verkehr verzeichneten die Beamten elf Verstöße, einen Fall von Fahren unter Alkoholeinfluss und zwei Missachtungen des Überholverbots.

Bei den Straftaten stellten die Einsatzkräfte insgesamt drei Fälle fest: einen Fall Fahren ohne Fahrerlaubnis, einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und drei Verdachtsfälle illegalen Aufenthalts. Zusätzlich erteilten die Polizisten elf Mängelmeldungen – etwa wegen technischer Defekte oder fehlender Dokumente.

Besondere Aufmerksamkeit galt der Köhlbrandbrücke. Wasserschutzpolizisten kontrollierten dort in knapp zwei Stunden 16 Pkw-Fahrende auf Geschwindigkeitsverstöße. Mit Lasertechnik ermittelten sie Höchstwerte bis 92 km/h auf einer Strecke mit erlaubten 50 km/h. 13 dieser Fahrzeugführer müssen mit Fahrverboten, Eintragungen im Fahreignungsregister und entsprechenden Bußgeldern rechnen.

Im Harburger Bereich an der Brücke des 17. Juni und der Nartenstraße führten Einsatzkräfte des Polizeikommissariats 46 eine spezialisierte Kontrolle durch: Sie überprüften Lkw beim Rechtsabbiegen, wo Schrittgeschwindigkeit von 7 km/h vorgeschrieben ist. In der knapp vierstündigen Aktion stellten sie 30 Geschwindigkeitsverstöße fest – darunter bei drei Linienbussen des öffentlichen Nahverkehrs. Der höchste gemessene Wert lag bei 28 km/h.

Die Verkehrsdirektion 6 führte während der Aktion zahlreiche Aufklärungsgespräche und verteilte Informationsmaterialien, besonders an ungeschützte Verkehrsteilnehmende wie Fußgänger und Radfahrer. Die Polizei Hamburg betont, dass Geschwindigkeitsmissachtungen und aggressive Fahrweisen weiterhin zu den Hauptursachen von Verkehrsunfällen zählen und kündigt an, solche Kontrolleinsätze dauerhaft fortzusetzen.

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