Die Woche vom 07.09. bis 13.09.2026 forderte in Hamburg einen Todesopfer im Straßenverkehr, einen versuchten Totschlag in einer Beziehung und mehrere gefährliche Vorfälle im Gleisbereich. Dazu beschäftigte ein Schusswaffenangriff auf einen Linienbus die Mordkommission, während ein Bombenblindgänger in Bahrenfeld rund 2.500 Menschen zur Evakuierung zwang.
Tödlicher Motorradunfall in Neuallermöhe
Der schwerste Verkehrsvorfall der Woche ereignete sich am Donnerstag, 10.09.2026, gegen 15:35 Uhr auf dem Nettelnburger Landweg in Hamburg-Neuallermöhe. Ein 65-jähriger Motorradfahrer kollidierte mit einem Peugeot, dessen 89-jähriger Fahrer nach links in den Henriette-Herz-Ring abgebogen war. Der Motorradfahrer stürzte, erlitt lebensgefährliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle, obwohl sofort Reanimationsmaßnahmen eingeleitet wurden. Der 89-jährige Autofahrer wurde ebenfalls verletzt und kam ins Krankenhaus. Bei der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine körperliche Beeinträchtigung des älteren Mannes — die Polizei beschlagnahmte daraufhin seinen Führerschein. Mehr dazu
Versuchter Totschlag in Hamburg-Lurup — Mordkommission ermittelt
Am Mittwochabend, 09.09.2026, gegen 21:10 Uhr griff ein 42-jähriger Deutscher seine 37-jährige Partnerin auf einem Parkplatz nahe der Katzbachstraße in Hamburg-Lurup an. Er schlug und schubste die Frau, warf sie zu Boden und versuchte, sie zu erwürgen. Zeuginnen und Zeugen wurden durch ihre Hilfeschreie aufmerksam, eilten herbei und hielten den Angreifer fest, bis Polizeibeamte eintrafen. Die Frau kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Das Landeskriminalamt 123, das sich auf Beziehungsgewalt spezialisiert, übernahm zunächst die Ermittlungen. Inzwischen führt die Mordkommission (LKA 41) die Untersuchung in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft fort. Mehr dazu
Schüsse auf Linienbus in Neugraben-Fischbek
Am Donnerstag, 11.09.2026, gegen 20:50 Uhr kam es am S-Bahnhof Neugraben zunächst zu einem Streit zwischen drei männlichen Jugendlichen und einer 16-Jährigen. Das Mädchen suchte daraufhin Schutz in einem Bus der Linie 251. Kurz nachdem der Bus angefahren war, fielen mehrere Schüsse. Scheiben des Fahrzeugs wurden beschädigt, verletzt wurde zum Glück niemand. Der Busfahrer fuhr mit insgesamt drei Fahrgästen — darunter die 16-Jährige — zum S-Bahnhof Neuwiedenthal. Die drei männlichen Jugendlichen flüchteten in unbekannte Richtung. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Polizeiwagen, auch der Bundespolizei, und einem Diensthund führte nicht zur Feststellung von tatverdächtigen Personen. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen noch in der gleichen Nacht von der Kriminaldauerstelle. Die Beamten erhielten Hinweise auf drei Jugendliche im Alter von 17, 15 und 14 Jahren. Bei Durchsuchungen in den Stadtteilen Neuenfelde und Bahrenfeld fanden die Polizisten im Keller eine Schusswaffe inklusive Munition. Diese stellte sich später als Luftdruckwaffe heraus. Den Ermittlungen zufolge sollen die drei Jugendlichen zuvor bereits Schießübungen mit einer Schusswaffe im Bereich Königswiesen in Neugraben-Fischbek durchgeführt haben. Der 17-jährige ukrainische Staatsangehörige und seine beiden Begleiter werden auch verdächtigt, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle drei Jugendlichen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft dauern an. Mehr dazu
Bombenblindgänger in Bahrenfeld entschärft
Am Montag, 07.09.2026, wurde bei Tiefbauarbeiten in der Schleswiger Straße in Bahrenfeld ein 500-Pfund-Blindgänger englischer Bauart mit Säure-Langzeitzünder entdeckt. Der Sprengkörper lag auf einem Bahndamm und stellte nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes eine ständige Detonationsgefahr dar. Die Feuerwehr errichtete einen Sperrradius von 400 Metern und einen Warnradius von 1.000 Metern; rund 2.500 Menschen mussten den Sperrbereich verlassen. Für die Bevölkerung im Warnradius wurde luftschutzmäßiges Verhalten angeordnet. Drei Notunterkünfte wurden eingerichtet. Die Bombe wurde erfolgreich entschärft. Mehr dazu
Hotelbrand in St. Georg — sieben Personen gerettet
Am Samstag, 12.09.2026, brach gegen 21:03 Uhr in einem leerstehenden Hotel in der Adenauerallee in Hamburg-St. Georg ein Feuer aus. Als die ersten Kräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster im vierten Obergeschoss, und das Feuer drohte, sich über die Fassade auszubreiten. Zwei Personen befanden sich auf dem Dach des Gebäudes. Die Feuerwehr setzte eine Drehleiter ein und brachte die beiden vom Dach in Sicherheit; über den Treppenraum retteten Beamtinnen und Beamte fünf weitere Personen aus dem Gebäude. Insgesamt sieben Menschen wurden gerettet. Mehr dazu
Hasskriminalität in Hamburg-Horn
Bereits am 24. August 2026 — die Ermittlungen wurden in dieser Woche öffentlich gemacht — war ein 26-jähriger Mann in der Rennbahnstraße in Hamburg-Horn von einer fünfköpfigen Männergruppe angegriffen worden. Einer der Männer beleidigte ihn unvermittelt mit mutmaßlich homophoben Worten. Als der 26-Jährige das Verhalten ansprach, griffen alle fünf Angreifer ihn mit Tritten und Schlägen an. Die Polizei sucht nun Zeugen und insbesondere eine Person, die dem Verletzten zur Hilfe kam. Mehr dazu
Schwer verletzte Taxi-Fahrgastin in Hohenfelde
Bei einem Verkehrsunfall in Hamburg-Hohenfelde ist am Samstag, 05.09.2026, eine 24-jährige Frau schwer verletzt worden. Sie erlitt lebensbedrohliche Kopfverletzungen, nachdem ein Porsche Carrera mit einem Taxi kollidierte. Ein 24-Jähriger fuhr gegen 21:38 Uhr auf der Sechslingspforte, als er beim Fahrstreifenwechsel das neben ihm fahrende Taxi streifte. Der Toyota prallte gegen einen Baum. Die schwer verletzte Frau wurde unter Begleitung eines Notarztes ins Krankenhaus gebracht. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr. Der Taxifahrer wurde leicht verletzt. Mehr dazu
Gefährliche Vorfälle im Gleisbereich
Gleich zweimal innerhalb weniger Tage sorgten Personen im Hamburger Gleisbereich für Streckensperrungen und Stromabschaltungen. Am Freitag, 11.09.2026, gegen 20:48 Uhr löste ein 51-jähriger Mann im Tunnel zwischen den S-Bahnhöfen Landungsbrücken und Stadthausbrücke die Notentriegelung einer S-Bahn-Tür und begab sich in den Gleisbereich — bei laufendem Betrieb. Bundespolizei und Landespolizei fanden ihn etwa 200 Meter vom Bahnhof Stadthausbrücke entfernt im Tunnel. Mehr dazu — Am darauf folgenden Samstag, 12.09.2026, gegen 17:28 Uhr stürzte ein 31-jähriger Mann im S-Bahnhof Berliner Tor kopfvoran von der Bahnsteigkante ins Gleis. Er erlitt eine schwere Kopfverletzung. Videoauswertungen bestätigten später, dass der Sturz ohne Fremdeinwirkung erfolgte. Mehr dazu — Außerdem hatten sich am Dienstag, 09.09.2026, gegen 21:20 Uhr 19 Personen im Gleisbereich zwischen den S-Bahnhöfen Diebsteich und Ottensen aufgehalten — ausgerechnet während einer Streckensperrung wegen einer Weltkriegsbombe. Die Gruppe gab an, wegen der Sperrmaßnahmen nicht mehr zu ihrem Hotel gelangen zu können, und hatte den Weg durch den Gleisbereich gewählt. Mehr dazu
Sexuelle Belästigung im S-Bahnhof Elbgaustraße
Am Samstag, 06.09.2026, gegen 0:38 Uhr belästigte ein 39-jähriger Mann eine 30-jährige Frau auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Elbgaustraße sexuell. Er stieg aus einer einfahrenden Bahn aus und versuchte zielgerichtet, die Frau im Intimbereich anzufassen. Sie konnte ausweichen; er berührte letztlich nur ihren Oberschenkel. Der Tatverdächtige war so stark alkoholisiert, dass er nicht mehr laufen konnte. Die Bundespolizei nahm ihn in Gewahrsam. Mehr dazu
Öffentliche Fahndung nach Vermisstem aus Jenfeld
Die Polizei Hamburg fahndet öffentlich nach dem 67-jährigen Mahdi Adiyanimonfared aus dem Stadtteil Jenfeld. Der Mann verließ Ende August seine Wohnung am Öjendorfer Damm und ist seitdem unauffindbar. Da mittlerweile eine Gesundheitsgefährdung angenommen wird, hat eine Richterin einen Beschluss zur öffentlichen Fahndung erlassen. Mahdi Adiyanimonfared ist etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, schlank, hat einen grauen kurzen Vollbart und trägt eine Brille. Hinweise nimmt die Polizei unter 040/4286-56789 entgegen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Am Donnerstag, 11.09.2026, fielen am S-Bahnhof Neugraben mehrere Schüsse auf einen fahrenden Linienbus der Linie 251. Scheiben des Fahrzeugs wurden beschädigt, Fahrgäste blieben unverletzt. Bei Durchsuchungen stellten Beamte im Keller des 17-jährigen Tatverdächtigen eine Schusswaffe inklusive Munition sicher, die sich später als Luftdruckwaffe herausstellte. Den Ermittlungen zufolge sollen die drei Tatverdächtigen zuvor bereits Schießübungen mit einer Schusswaffe im Bereich Königswiesen in Neugraben-Fischbek durchgeführt haben. Die Mordkommission ermittelt. Mehr dazu
Trend-Einordnung
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung gefährlicher Ereignisse im Hamburger Gleis- und Bahnnetz: Innerhalb von vier Tagen kam es zu einem unerlaubten Gleisaufenthalt einer 19-köpfigen Gruppe, einer Selbstgefährdung im Tunnel und einem sturzbedingten Gleissturz mit schwerer Kopfverletzung. Alle drei Vorfälle machten Stromabschaltungen und Streckensperrungen erforderlich und hätten unter anderen Umständen tödlich enden können.
Am Dienstag, 08.09.2026, fasste die Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnhof einen per Haftbefehl gesuchten 37-jährigen Mann, der auf einer Bank schlafend aufgefunden worden war. Er wurde wegen nicht bezahlter Geldstrafe in Höhe von 240 Euro gesucht und muss nun eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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