Handwerk im Aufschwung: Azubi-Zahlen in Heizungs- und Klimatechnik springen um 30 Prozent

(Symbolbild)

Die Ausbildungszahlen in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 begannen knapp 14.400 Menschen eine Lehre in diesen Berufen – ein Anstieg von 30,5 Prozent gegenüber 2015, als es noch rund 11.000 Neuverträge gab. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Zu diesem Bereich gehören neben Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik auch vereinzelt Ofen- und Luftheizungsbauer.

Der Frauenanteil bleibt in diesen Berufen allerdings niedrig. 2025 lag er bei nur 2,4 Prozent der Neuabschlüsse – deutlich unter dem Durchschnitt aller Berufsgruppen im dualen Ausbildungssystem, wo mehr als jeder dritte Ausbildungsvertrag (36,0 Prozent) von einer Frau abgeschlossen wurde.

Auch die Zahl der Arbeitnehmer in der Branche wächst. Nach Daten des Mikrozensus waren 2025 rund 278.000 Menschen in Berufen der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik beschäftigt – 4,1 Prozent mehr als 2021, als es noch rund 267.000 waren. Dies übersteigt das allgemeine Erwerbstätigenwachstum von 3,7 Prozent im gleichen Zeitraum.

Ein Thema für die Zukunft ist die Alterung der Belegschaft. Knapp jeder vierte Erwerbstätige (23,3 Prozent) in diesen Berufen war 2025 zwischen 55 und 64 Jahren alt und wird in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Dieser Anteil liegt nur leicht über dem Durchschnitt aller Erwerbstätigen (23,0 Prozent). Allerdings ist der Anteil dieser Altersgruppe in fünf Jahren gestiegen: 2021 betrug er noch 22,3 Prozent, bei allen Erwerbstätigen waren es 22,0 Prozent.

Die Verbraucher spüren den Aufschwung in der Branche über höhere Preise. Für Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen mussten Kunden im August 2025 6,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Arbeiten an Heizungs- und Wassererwärmungsanlagen wurden um 5,1 Prozent teurer. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum nur um 2,9 Prozent.

Der Aufschwung zeigt sich auch bei den Betrieben. Im ersten Quartal 2026 gab es knapp 4.100 Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten in der Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimainstallation. Das sind 38,9 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor, als es noch gut 2.900 Betriebe waren. Die Umsätze legten noch stärker zu: Sie verdoppelten sich von knapp 2,9 Milliarden Euro auf rund 5,9 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 103,8 Prozent.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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