Heilbronn: Seniorin um Erspartes betrogen – Falsche Polizeibeamte erbeuten Bargeld und Schmuck

(Symbolbild)

Mit einer perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte eine Seniorin in Heilbronn-Frankenbach um ihr Erspartes gebracht. Die Täter gaben sich am vergangenen Mittwoch als Kriminalbeamte aus und erbeuteten Bargeld sowie Schmuck der Frau.

Am Vormittag erhielt die Seniorin einen Anruf von einem angeblichen Kriminalbeamten der Kriminalpolizei Stuttgart. Der Mann behauptete, eine Einbrecherbande halte sich in der Nähe ihrer Anschrift auf und die Polizei stehe kurz vor einem Zugriff. Um ihre Wertsachen zu schützen, wurde die Frau angewiesen, Bargeld und Schmuck in einen Edelstahltopf zu legen – dies solle eine Ortung durch die Einbrecherbande verhindern. Ein angeblicher Kollege des Anrufers würde den Topf abholen und die Wertsachen in einem Asservatenraum der Polizei verwahren.

Gegen 16 Uhr übergab das Opfer die Wertsachen an einen unbekannten Mann. Er war etwa 1,70 Meter groß, hatte eine normale Statur, dunkle kurze Haare und einen dunklen Oberlippenbart sowie Kinnbart. Er trug eine schwarze Jacke mit bunten Details. Die Kriminalpolizei Heilbronn sucht Zeugen, denen am vergangenen Mittwoch im Bereich der Schulstraße eine Person aufgefallen ist, die auf diese Beschreibung passt. Hinweise werden unter der Telefonnummer 07131 104 4444 entgegengenommen.

Parallel zu diesem schwerwiegenden Betrugsfall beschäftigten weitere Straftaten die Polizei im Stadt- und Landkreis Heilbronn. In Bad Rappenau versuchte ein Unbekannter am frühen Freitagmorgen gegen 3:30 Uhr in eine Gaststätte am Kirchplatz einzubrechen. Der Täter machte sich an einem Fenster zu schaffen, gab jedoch auf und flüchtete. Zeugen können sich unter 07262 60950 an den Polizeiposten Bad Rappenau wenden.

In Ellhofen brach zwischen Donnerstag 20 Uhr und Freitag 12 Uhr ein Unbekannter in einen Reifenhandel in der Schillerstraße ein und stahl einen Tresor. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt. Das Polizeirevier Weinsberg nimmt Hinweise unter 07134 9920 entgegen.

Am Wochenende führte die Arbeitsgruppe Poser und Raser des Polizeipräsidiums Heilbronn verstärkte Kontrollen im Stadtgebiet durch. Am Freitag zwischen 17 Uhr und 20:45 Uhr kontrollierten die Beamten 35 Fahrzeuge und stellten sechs Ordnungswidrigkeiten sowie fünf Geschwindigkeitsverstöße fest. Ein 24-jähriger BMW-Fahrer fuhr mit 118 km/h bei erlaubten 80 km/h, ein Motorradfahrer überschritt die Geschwindigkeit um 36 km/h. Am Samstag zwischen 18 Uhr und 2 Uhr Sonntagmorgen wurden 100 Pkw und fünf Zweiräder kontrolliert. Dabei stellten die Polizisten elf Verstöße fest: einen Rotlicht- und einen Handyverstoß, sechs Geschwindigkeitsverstöße, einmal unnötigen Lärm und das Erlöschen einer Betriebserlaubnis wegen einer nicht eingetragenen Ansaugung. Ein Autofahrer besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Neun Personen erhielten Platzverweise für die Innenstadt.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 5:40 Uhr fuhr ein 26-Jähriger mit seinem VW Golf in der Saarbrücker Straße gegen eine Hauswand. Vermutlich aufgrund von Sekundenschlaf kam er nach links von der Straße ab und kollidierte mit dem Gebäude. Niemand wurde verletzt, der Sachschaden am Auto und Gebäude beträgt etwa 25.000 Euro. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Die Polizei warnt eindringlich vor Betrugsanrufen falscher Polizeibeamter. Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder Wertsachen zur Sicherung an. Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden und selbst die Notrufnummer 110 wählen, um die Angaben zu überprüfen.

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