Ein Polizeieinsatz wegen eines freilaufenden Hundes in Malchin ist am Mittwoch, 16. Juli, in einer tätlichen Auseinandersetzung eskaliert. Gegen eine 37-jährige Passantin wurde Anzeige wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte erstattet.
Gegen 17.25 Uhr waren Polizistinnen und Polizisten in die Basedower Straße gerufen worden, nachdem ein freilaufender Hund zwei Dackel angegriffen und verletzt hatte. Die 29-jährige Besitzerin der beiden Dackel und eine 37-jährige Passantin versuchten, die Tiere voneinander zu trennen und erlitten dabei leichte Handverletzungen. Ein hinzugerufener Rettungsdienst behandelte beide Frauen vor Ort ambulant.
Noch bevor die Beamten eintrafen, gelang es den beiden Frauen, die Hunde zu trennen und festzuhalten. Die Polizistinnen und Polizisten banden den angreifenden Hund an einem nahegelegenen Baum an. Kurz darauf erschien der 42-jährige Hundehalter. Dieser zeigte sich äußerst unkooperativ, äußerte lautstark seinen Unmut über die polizeiliche Maßnahme und beschimpfte die Beamten.
Die Passantin, die zuvor geholfen hatte, begann daraufhin, die Szene und den Hundebesitzer mit ihrem Mobiltelefon zu filmen. Sie forderte die Beamten lautstark auf, den Hund zu erschießen. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, hielten die Polizisten die Frau davon ab, auf den Hundehalter zuzugehen.
Die Frau reagierte aggressiv auf diese Maßnahme. Sie stieß einen der Polizeibeamten gegen die Brust und beschimpfte ihn. Die Einsatzkräfte konnten die Situation beruhigen, indem sie der Frau einen Platzverweis erteilten, dem sie nachkam.
Gegen die 37-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Der 42-jährige Hundehalter muss sich wegen Beleidigung, fahrlässiger Körperverletzung und eines Verstoßes gegen die Hundehalterverordnung verantworten. Die beiden verletzten Dackel wurden von einem Tierarzt behandelt.
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