In Iserlohn hat die Polizei in der vergangenen Woche mit mehreren Diebstählen und einem besonders perfiden Betrugsmuster zu kämpfen gehabt. Die Ermittler warnen eindringlich vor sogenannten Produkttester-Jobs, die sich als Falle für ahnungslose Jobsuchende erweisen.
Zwischen dem 28. August und Dienstag, dem 3. September, brachen Unbekannte in eine Werkstatt einer Firma in der Straße „Im Boden“ ein. Sie stahlen mehrere Elektrowerkzeuge der Marke Makita. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 9199-0.
Zwischen Montagmittag und Dienstagmorgen wurde an der Heinrichsallee aus einem geparkten Passat eine Geldbörse gestohlen. Die Polizei hat die mit der Börse verschwundenen amtlichen Dokumente zur Fahndung ausgeschrieben und eine KUNO-Sperrung (Kartensperrung für Bankkarten) für die betroffene Bankkarte veranlasst.
Am Sonntag zwischen 18 und 20 Uhr verschwand an der Immermannstraße ein E-Scooter vom Typ Segway Zt3P. Das Fahrzeug hatte das Versicherungskennzeichen 611HRK.
Besonders warnt die Polizei vor Produkttester-Betrügern: Ein 24-jähriger Iserlohner war auf ein vermeintliches Job-Angebot hereingefallen. Die Betrüger gaben vor, er solle die Eröffnung von Bankkonten „testen“. Dafür eröffnete der junge Mann mehrere Konten auf seinen eigenen Namen – genau das war das Ziel der Kriminellen. Über diese Konten laufen seitdem diverse Geldzahlungen, die Ermittler gehen davon aus, dass sie alle einen kriminellen Hintergrund haben. Inzwischen wird gegen den 24-Jährigen wegen Geldwäsche ermittelt. Noch am Dienstag erhielt er eine Geldforderung im Briefkasten – er soll das eingezahlte Geld zurückweisen.
Die Polizei warnt dringend: Bei solchen Betrügereien verschicken die Opfer Kopien ihrer Personalausweise per E-Mail oder Messengerdienste an unbekannte Auftraggeber. Mit diesen Dokumenten können Kriminelle jahrelang Schaden anrichten. Die Opfer geraten selbst ins Visier der Ermittler und werden mit Rückforderungen anderer geschädigter Personen konfrontiert.
Betrugsfälle im Märkischen Kreis: der Vergleich mit Land und Bund
Im Märkischen Kreis zählte die Polizei 2025 3.021 Betrugsfälle, das sind 740 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im restlichen Bundesland, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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