Im Kasseler Stadtteil Fasanenhof sind am 8. August zwei Trickdiebstähle registriert worden. Die Polizei geht davon aus, dass dieselbe Tätergruppe hinter beiden Fällen steckt und sucht nun nach Zeugen.
Erste Tat in der Fuldatalstraße
Gegen 12:00 Uhr klingelten zwei Frauen bei einem Rentnerehepaar an der Wohnungstür. Sie gaben sich als Pflegekräfte aus und wirkten dabei überzeugend. Die Senioren ließen sie herein. Während die eine Frau das Ehepaar in ein Gespräch verwickelte, durchsuchte die andere unter einem Vorwand weitere Räume der Wohnung. Nach dem Abgang der vermeintlichen Pflegedienstmitarbeiterinnen bemerkten die Bewohner den Diebstahl: Eine Geldkassette mit einem hohen Bargeldbetrag, Ausweisdokumente und Kosmetikartikel waren weg. Sie riefen sofort die Polizei.
Die erste Täterin wird beschrieben als etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß, kräftige Statur, helle Haut, rundes Gesicht und kurze dunkle Haare. Die zweite Täterin ist circa 1,50 bis 1,55 Meter groß, stämmige Figur, kurze schwarze Haare. Beide sprachen gebrochenes Deutsch.
Zweite Tat in der Straße Hinter dem Fasanenhof
Gegen 15:30 Uhr wurde eine 85-jährige Frau auf der Straße von einer Frau aus einem Auto heraus angesprochen, die eine Wegbeschreibung erbat. Zum Dank stieg die Frau aus, überreichte der Seniorin eine vermeintliche Goldkette und einen Geldschein. Die Frau nahm dankend an – und bemerkte erst später, dass ihre eigene echte Goldkette gestohlen worden war.
Die Täterin wird beschrieben als etwa 45 Jahre alt, korpulent, circa 1,60 bis 1,70 Meter groß, kurze dunkle Haare, weiße Bluse. Im Auto saßen noch ein Mann (circa 40 Jahre alt, dunkle kurze Haare, helles Hemd, korpulent) und auf der Rücksitzbank ein circa 20 Jahre altes Mädchen mit kurzem mittelblondem Haar und schlanker Figur. Das Fahrzeug ist ein dunkler Personenwagen.
Polizei sucht Hinweise
Wer Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf die Täter geben kann, wird gebeten, die Polizei unter 0561/9100 zu kontaktieren.
Taschendiebstähle in Kassel: der Vergleich mit Land und Bund
In Kassel zählte die Polizei 2025 448 Taschendiebstähle, das sind 227 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt deutlich schlechter als im restlichen Bundesland, wo 81 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 113.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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