Knallkörper auf Polizisten geworfen: Drei Beamte verletzt bei Autokorso in Wiesbaden

(Symbolbild)

In der Nacht zum Donnerstag ist bei einem Autokorso in Wiesbaden ein Knallkörper gezielt auf Polizeikräfte geworfen worden. Die Detonation in unmittelbarer Nähe der kontrollierenden Beamten führte zu Verletzungen bei drei Einsatzkräften, die anschließend über gesundheitliche Beschwerden klagten.

Der Vorfall ereignete sich zwischen 02:00 und 03:30 Uhr im Bereich Schwalbacher Straße und Coulinstraße. Nach einem Fußballweltmeisterschaftsspiel hatten sich dort schätzungsweise 250 bis 300 Personen versammelt. Zeitweise fuhren rund 50 Fahrzeuge in einem Autokorso durch die Gegend. Mehrfach zündeten unbekannte Personen Knallkörper unbekannter Art. Bei einer Personenkontrolle eskalierte die Situation: Ein Knallkörper wurde offenbar absichtlich in Richtung der eingesetzten Polizeikräfte geworfen und detonierte in unmittelbarer Nähe.

Polizeipräsident Björn Gutzeit vom Polizeipräsidium Westhessen verurteilte das Verhalten deutlich: „Keinesfalls darf ein Feiern des Ausgangs eines Fußballspiels zu der Gefährdung der Sicherheit und Gesundheit anderer Menschen führen. Das Werfen von Knallkörpern in Richtung von Personen oder Einsatzkräften ist gefährlich, rücksichtslos und kann erhebliche Verletzungen verursachen. Ein solches Verhalten ist völlig inakzeptabel und entsprechende Straftaten werden durch die Polizei konsequent unterbunden und verfolgt.“

Autokorsos unterliegen den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung und sind nicht pauschal genehmigt. Besonders nachts birgen sie erhebliche Risiken: Neben Lärmbelästigung und Verkehrsbehinderungen entstehen Gefahren durch Verkehrsunfälle und Personenschäden – vor allem wenn Personen sich aus Fahrzeugen herauslehnen oder auf Fahrzeugen mitfahren. Die Polizei handelt im Spannungsfeld zwischen angemessenem Umgang mit solchen Veranstaltungen und dem Schutz von Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten.

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