In den frühen Morgenstunden des Donnerstags, 25. Juni 2026, haben Einsatzkräfte des Staatsschutzes der Polizeiinspektion Nienburg zeitgleich zwei Wohnungen im Landkreis Nienburg durchsucht. Im Visier standen ein 15-jähriger Jugendlicher und ein 18-jähriger Heranwachsender, die für eine Graffiti-Serie im Bereich Wietzen verantwortlich sein sollen.
Die beiden Tatverdächtigen sollen zahlreiche Schriftzüge und Symbole an öffentlichen Gebäuden angebracht haben – darunter auch an der Grundschule in Wietzen. Nach Angaben der Ermittler befinden sich unter den aufgesprühten Inhalten Hakenkreuze sowie weitere rechtsextremistische Parolen.
Gegen die beiden wird deshalb wegen Sachbeschädigung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen ermittelt. Der Staatsschutz verfolgt damit Verdachtsfälle, die über bloße Sachbeschädigungen hinausgehen.
Bei den Durchsuchungen fanden die Beamtinnen und Beamten zahlreiche Spraydosen sowie weiteres mutmaßliches Tatmaterial und stellten diese sicher. Darüber hinaus entdeckten die Einsatzkräfte Gegenstände mit Bezug zu rechtsextremistischem Gedankengut. Auch eine Schreckschusswaffe mit Munition sowie zwei verbotene Einhandmesser wurden sichergestellt.